Neue Handwerksmeister

Helmstedts Handwerker erreichen 100-prozentige Erfolgsquote

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Elf Meister-Anwärter bestanden im Haus des Handwerks ihre Prüfungen in den Bereichen Recht und Buchhaltung sowie Eignung zur Ausbildung.

Elf Meister-Anwärter bestanden im Haus des Handwerks ihre Prüfungen in den Bereichen Recht und Buchhaltung sowie Eignung zur Ausbildung.

Foto: Beyen / Privat

Helmstedt.  Die Handwerkerschaft hat elf neue Meister. Die Ansprüche an Prüflinge steigen, der Notendurchschnitt sinkt.

Erfolg in schwierigen Zeiten: Eine Frau und zehn Männer aus Helmstedt und Wolfsburg bestanden dieser Tage ihre Prüfungen im Rahmen des Meistervorbereitungskurses bei der Kreishandwerkerschaft Helmstedt-Wolfsburg im Haus des Handwerks am Holzberg. Das entspricht einer Erfolgsquote von 100 Prozent.

Ein Anwärter durfte seinen Meisterbrief bereits entgegennehmen. Eine Anwärterin legte eine glatte Note „sehr gut“ hin. Eine vollständige Meisterprüfung besteht aus vier Elementen. Bei der Handwerkerschaft werden die Elemente „Recht und Buchhaltung“ sowie die „Eignung zum Ausbilder“, also die Teile III und IV, vermittelt und geprüft. Insgesamt seien die Anforderungen an die Prüflinge gestiegen, wie Claudius Nitschke von der Kreishandwerkerschaft erklärte.

Der Meister im Handwerk ist dem Bachelor gleichgestellt. Dieser gilt zwar als der „niedrigste“ akademische Grad, aber: Ein Meistertitel im Handwerk erfordert ein breites Wissen, fachlich, berufspraktisch, rechtlich und unternehmerisch, also kaufmännisch.

Hohe Ansprüche, komplexe Berufsbilder

Abgesehen davon sind bereits die Ansprüche an eine Ausbildung im Handwerk gestiegen, da die Berufsbilder komplexer geworden sind. Kreishandwerksmeister Martin Bauermeister wird nicht müde, auf den Status eines Meisters im Handwerk hinzuweisen, in erster Linie, was die Verantwortung für den Nachwuchs bedeutet: „Das Handwerk steht vor großen Problemen, junge Menschen für einen handwerklichen Beruf zu begeistern“, sagte er, dabei stünden gerade Gesellen und Meistern alle Türen offen, und: Handwerk sei Selbstverwirklichung, erfordere und fördere etwa die Kreativität.

Selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln – das seien neben dem Fachwissen und den praktischen Fertigkeiten wichtige Elemente des Handwerksberufes. Bauermeister rief die „So gut wie Meister“ auf, sich um Nachwuchs im Handwerk zu kümmern.

Meister dem Bachelor gleichgestellt

Während Corona es den Prüflingen schwer gemacht habe, seien zugleich die Anforderungen gestiegen, betonten Bauermeister und Nitschke. Der Gleichstellung des Meisters mit dem Bachelor sei es geschuldet, dass es in den Prüfungen überaus akademisch zugehe. Zugleich brauche es keine Mindesterfahrung oder keine Mindestberufsjahre für den Meisterkurs mehr.

All das könne dazu beigetragen haben, dass der Notendurchschnitt bei den Prüfungen etwas gelitten hat. In diesem Jahr schloss eine Anwärterin, Sylke Thomas, ihre Prüfungen mit „sehr gut“ ab. Alle anderen bestanden mit zufriedenstellenden oder ausreichenden Leistungen.

Und das sind die neuen Fast-Meister im Handwerk: Marcus Buschmann, Justin Hilbig, Adrian Klein, Daniel Kripstädt, Rudi Rein, Alexander Rothammel, Eric Rusakov, Andre Stepputat, Alexander Thielecke, Silke Thomas und Philipp Carringthon. Die Prüfer waren Stefanie Schüler, Heike Meyer-Köchy sowie Cornelia Mönnich-Böhm. Die Ergebnisse gab der ehrenamtliche Prüfungsvorsitzende David Boger von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade bekannt.

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