2013 stand Bahrdorf richtig schlecht da

Bahrdorf.  Dem Gemeinderat lag zur jüngsten Sitzung der Jahresabschluss 2013 vor. Trotzdem entlastete das Gremium seinen damaligen Gemeindedirektor.

Der Bahrdorfer Gemeinderat hat Rüdiger Fricke wegen dessen korrekter Haushaltsführung entlastet.

Der Bahrdorfer Gemeinderat hat Rüdiger Fricke wegen dessen korrekter Haushaltsführung entlastet.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Rüdiger Fricke ist Gemeindedirektor von Bahrdorf, und das war er schon 2013. In seiner jüngsten Sitzung gab der Gemeinderat dem Jahresabschluss 2013 seinen Segen und entlastete damit Fricke, bescheinigte ihm also eine ordentliche Haushaltsführung. Der kleine Blick in die Vergangenheit verriet: Bahrdorf stand damals ziemlich schlecht da. Rund 209.800 Euro Minus weist das Jahresergebnis unter dem Strich aus.

Trotz des schlechten Ergebnisses: Auch das Rechnungsprüfungsamt (RPA) im Landkreis Helmstedt hatte nichts am Abschluss zu bemängeln. Dennoch muss man im Rathaus Velpke nun kräftig auf die Tube drücken, um den Rückstand in Sachen Jahresabschlüsse möglichst rasch aufzuholen, denn: Offenbar sollen Kommunen, die nicht mindestens den Abschluss von 2018 vorlegen können, demnächst sanktioniert werden. Das erklärte Fricke am Rande. Er gehe jedoch davon aus, dass dies nicht für Velpke zutreffen werde, da man auf einem guten Weg sei. Gleichwohl: Käme es zu Sanktionen, könnte den betroffenen Kommunen die Aufnahme von Krediten verweigert werden.

Bleiben wir bei Zahlen: Im ersten Quartal musste Bahrdorf mehr Kosten deckeln, als geplant, insgesamt rund 30.800 Euro. Gemäß Vorlage ging das Geld in den Aufbau von Spielgeräten auf dem Spielplatz in Mackendorf. Über derartige außerplanmäßige Ausgaben kann die Verwaltung in beschränktem Rahmen ohne politischen Beschluss verfügen. Am Ende muss sie lediglich nachweisen, wofür sie das Geld ausgegeben hat und woher es stammt. In diesem Fall kommt das Geld aus dem Topf Straßenbau.

Viel gab es für den Rat nicht zu beschließen. Ein Punkt auf der Tagesordnung war die Namensgebung für die Stichstraße im kleinen Neubaugebiet Lehmkuhlenweg in Saalsdorf. Da die Zufahrtsstraße bereits Lehmkuhlenweg heißt, soll auch die Stichstraße mit Wendehammer diesen Namen laut einstimmigem Beschluss erhalten. Insgesamt können dort 13 Eigenheime gebaut werden. Für zwei Grundstücke gibt es laut Rüdiger Fricke konkrete Interessenten.

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