Helmstedt – Studie weist Marienberg-Kloster Weg in Zukunft

Helmstedt.  Das Kloster St. Marienberg, ein Ort mit reicher Vergangenheit, ist auf dem Weg zum Zukunftsort. Eine Studie soll zeigen, wie das geht.

Eine Machbarkeitsstudie, über die am 3. November im SBK-Stiftungsrat beraten wird, soll klären, wie Zukunftsperspektiven für das Kloster St. Marienberg in Helmstedt erschlossen werden können.

Eine Machbarkeitsstudie, über die am 3. November im SBK-Stiftungsrat beraten wird, soll klären, wie Zukunftsperspektiven für das Kloster St. Marienberg in Helmstedt erschlossen werden können.

Foto: Michael Strohmann

Die Domina des Klosters, Mechtild von Veltheim, fiebert dem 3. November entgegen. An diesem Tag wird sich der Stiftungsrat der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz (SBK), sie ist die Eigentümerin des Klosters in Helmstedt, mit einer Machbarkeitsstudie befassen. Prominenter Punkt ist der Bau eines Museums auf dem Marienberg-Gelände. Dort sollen die Schätze des Klosters einschließlich der Paramentenwerkstatt in modernem Gewand einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Diskussion war höchst positiv

Wann immer dieses Bauprojekt kommen wird – zunächst müssten die erforderlichen Millionen eingeworben werden – , für Mechtild von Veltheim war allein schon der Diskussionsprozess mit den Planungsbeauftragten der Studie eine höchst positive Erfahrung. „Großartig, welche Ideen wir entwickelt haben. Davon werden wir in jedem Fall profitieren“, sagt die Domina. Sie blicke mit viel Vorfreude in die Zukunft.

Unabhängig von der Studie bemüht sich das Kloster schon länger darum, einen Turm zur Wohnung für eine künftige Konventualin umzubauen. Dauerhafte Bewohner zu haben, sei auch ein Aspekt der Zukunftsfähigkeit des Klosters, meint die Domina. „Andere Klöster haben längst schöne Wohnungen zu bieten, wir brauchen das auch.“ Der Umbau werde 2021 definitiv beginnen.

Aufnahmefeier verschoben

Zurück zur Gegenwart. Auch das Marienberg-Kloster bekommt Corona zu spüren. Die neue Konventualin, Sybille Wolff von der Sahl aus Lauingen, hätte längst feierlich aufgenommen werden sollen. Doch unter Corona-Bedingungen sei eine Aufnahmefeier in angemessenem Stil nicht möglich, erläutert Mechtild von Veltheim. „Wir wollen das nicht nur mit einer Handvoll Gäste feiern. Es soll ein Jubelfest werden.“ Also weiterhin warten.

Aus der Corona-Not eine kleine Tugend hat die Paramentenwerkstatt gemacht. Sie fertigt seit Monaten Schutzmasken an (wir berichteten). „Damit können wir kein großes Geld verdienen, aber wir erschließen uns neue Kontakte und Abnehmer“, berichtet die Domina. Die Nachfrage sei erstaunlich lebhaft.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder