Rohbauten schnellen im Hoiersdorfer Neubaugebiet in die Höhe

Hoiersdorf.  Die Seniorenwohnungen sollen laut Planer Rainer Fricke bereits Ende des Jahres bezugsfertig sein. Auch die 10 Baugrundstücke sind schon vergeben.

Symbolisch eröffnete Schöningens Bürgermeister Malte Schneider (Mitte) mit dem Hoiersdorfer Ortsbürgermeister Olaf Eppert (rechts) und Planer Rainer Fricke am Mittwoch die Zufahrt zum Neubaugebiet "Am Fabrikhof". 

Symbolisch eröffnete Schöningens Bürgermeister Malte Schneider (Mitte) mit dem Hoiersdorfer Ortsbürgermeister Olaf Eppert (rechts) und Planer Rainer Fricke am Mittwoch die Zufahrt zum Neubaugebiet "Am Fabrikhof". 

Foto: Markus Brich

Die ersten Rohbauten stehen bereits im Hoiersdorfer Neubaugebiet „Am Fabrikhof“. Grund genug für Schöningens Bürgermeister Malte Schneider, Ortsbürgermeister Olaf Eppert und Planer Rainer Fricke einen Überblick über den außergewöhnlich schnellen Baufortschritt auf dem rund 10.500 Quadratmeter großen Areal zu geben – mit der symbolischen Eröffnung der neuen Zufahrtsstraße „Am Fabrikhof“.

Entlang dieser Hauptzufahrt ist in den vergangenen acht Wochen eine Hauszeile mit sechs Seniorenwohnungen entstanden. „Wir bauen dort zwei Mietwohneinheiten mit je 60 Quadratmetern und vier mit je 45 Quadratmetern. Ende des Jahres sollen sie bezugsfertig sein“, erklärt der Hoiersdorfer Fricke. Er hatte die Erschließung des Baugebiets auf dem ehemaligen Industriegelände mit seinem Planungsbüro HHF wieder ins Rollen gebracht. Im hinteren Bereich bietet das Areal auf zehn Grundstücken in der Größe von 670 bis 1100 Quadratmetern Platz für Einfamilienhäuser. „Die sind bereits alle vergeben oder reserviert“, sagt Fricke, auch eine Warteliste werde bereits geführt. Ebenso gut ist die Nachfrage nach den Seniorenwohnungen. „Nur noch zwei der kleineren sind frei“, verrät der Planer.

„Als großes Plus für Hoiersdorf“, bezeichnet Ortsbürgermeister Eppert das Neubaugebiet. „Für unsere Infrastruktur mit den Vereinen und dem Kindergarten ist ein Zuwachs der Einwohnerschaft nur positiv zu bewerten.“ Besonders freue ihn, dass Hoiersdorf entgegen aller Voraussagen der letzten Jahre eher wachse als kleiner werde. „Wir sind also offensichtlich sehr attraktiv.“ Das liege nicht nur am Baulandpreis von 73 Euro pro Quadratmeter, der im Vergleich zur Kostenentwicklung in Städten wie Braunschweig, Wolfsburg oder Wolfenbüttel finanzierbar sei. „Der Weg nach Schöningen ist kurz. Dort ist alles vorhanden: alle drei Schulformen, Kindertagesstätten, Einkaufsmöglichkeiten. Kurz: Hier in Hoiersdorf kann man schön und günstig wohnen.“

Bereits 1990 gab es den Plan das Areal als Baugebiet zu erschließen. Doch mit der Erschließung des Schöninger Baugebietes Hopfengarten landete er wegen zu geringer Nachfragen wieder in der Schublade. Erst 2018 wurde die Idee wieder aufgegriffen. „Ein Investor war nicht in Sicht. Deshalb kam Ortsbürgermeister Eppert auf mich zu und fragte, ob sich da nicht was machen ließe“, berichtet der gebürtige Hoiersdorfer Fricke. Es ließ sich was machen. „Auch weil wir von der Stadtverwaltung und Schöningens ehemaligem Bürgermeister Henry Bäsecke sehr unterstützt wurden“, betont Eppert.

So kann sich auch Malte Schneider als neuer Verwaltungschef über ein florierendes Baugebiet in Hoiersdorf freuen. Nicht auszuschließen ist, dass zwischen dem ehemaligen Villen-Park, der sich zu einem natürlich gewachsenen Biotop entwickelt hat, und dem Elmrand noch mehr Häuser entstehen könnten. „Natürlich machen wir uns bereits Gedanken, wo in der Stadt und den Ortsteilen weitere neue Bauplätze entstehen können“, sagt Bürgermeister Malte Schneider. „Doch darüber jetzt schon zu sprechen, wäre deutlich zu früh.“

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