Still ruht der Kaisergarten – doch Kita-Neubau liegt im Zeitplan

Helmstedt.  Auch wenn sich derzeit wenig tut an der Baustelle: Die Stadt Helmstedt ist beim Kita-Neubau guter Dinge, den Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten.

Auf diesem städtischen Gelände hinter den Mauern wird eine Kindertagesstätte gebaut.

Auf diesem städtischen Gelände hinter den Mauern wird eine Kindertagesstätte gebaut.

Foto: Jürgen Paxmann

Was ist mit den städtischen Bauprojekten, die vor dem 16. März, dem Tag des Shutdowns, angeschoben wurden? Sie laufen mehr oder weniger eingeschränkt weiter. So auch der Kita-Neubau „Kaisergarten“ an der Beendorfer Straße in Helmstedt. Allerdings sind auf dem Gelände noch keine Baufahrzeuge zu sehen.

Das hängt damit zusammen, dass zunächst vorbereitende Maßnahmen stattfinden mussten, zum Beispiel die Rodung von Pappeln und Buschwerk, um Platz zu schaffen für den Rohbau. Am Kaisergarten entsteht in den nächsten zwei Jahren ein Neubau, der Platz zur Betreuung von bis zu 95 Kindern bietet. Investor ist die Stadt Helmstedt, die damit neben ihren Einrichtungen in den vier Ortsteilen erstmals eine eigene kommunale Kindertagesstätte in der Kernstadt in Betrieb nehmen wird.

Der Bauantrag wurde eingereicht und befindet sich derzeit beim zuständigen Fachbereich in Bearbeitung. Gegenwärtig läuft zudem die Ausführungsplanung beim Architekten sowie den Fachplanern. Nach Erteilung der Baugenehmigung werden die Ausschreibungen zur Umsetzung der Bauarbeiten beginnen. Thomas Bode, Leiter des Geschäftsbereichs Soziales und Jugend bei der Stadt Helmstedt, erläutert den Fortgang: „Als Erstes werden die Erd- und Rohbauarbeiten für Fundamente, Entwässerungsleitungen und Mauerwerk durchgeführt.“

Damit sei alles im Zeitplan. Nach jetzigem Stand würden die Bauarbeiten im Spätsommer oder Frühherbst beginnen. Die Bauphase wird mit einem Zeitraum von 18 bis 20 Monaten angesetzt. Das Ziel der Fertigstellung liegt somit bei Ende April 2022. Thomas Bode gibt sich zuversichtlich, dass der vorhandene Kostenrahmen (rund 5,9 Millionen Euro) eingehalten werden kann.

Das sind die von den Architekten skizzierten Daten: Die Gebäudefläche beträgt rund 1600 Quadratmeter. Unterteilt wird es in einen Krippenbereich mit je drei herausgestellten Blöcken für die Gruppenräume sowie in einen Kindergarten-Bereich mit zwei Gruppenräumen von je 60 Quadratmetern Größe. Jeder Gruppe soll ein Schlaf- und Waschraum zugeordnet sein.

Hinzu kommen Räume für Therapie, Bewegung und die Einnahme der Speisen. Auch Erzieher-/ innen, Hausmeister und die Technik benötigen selbstverständlich ihren Platz. Schließlich soll die grüne Freifläche im Mittelpunkt der Gebäudeeinheiten den Kindern zahlreiche Möglichkeiten zum Spielen und Lernen bieten: Bobbycar-Strecken und Matschanlage gehören dabei fast schon zum Standardprogramm

In einer Sache allerdings sind die Corona-bedingten Beschränkungen dem Projekt doch in die Quere gekommen: Der Probeversuch hinsichtlich der Park- und Verkehrssituation an der Beendorfer Straße sei bislang nicht angelaufen, da der Verkehrsfluss aufgrund der zahlreichen Einschränkungen zuletzt weit vom „Normalzustand“ entfernt war, informiert Thomas Bode. Die Fahrversuche werden deswegen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

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