Osterode. Der Harz war die vorderste Front im Kalten Krieg. Dass das Mittelgebirge für Aufklärung wichtig war, wussten schon Goethe – und US-Autor Tom Clancy.

Wäre der Kalte Krieg jemals heiß geworden – der Harz hätte sich mittendrin befunden, im Kampf der Systeme, im Dritten Weltkrieg. Hightech-Abhöranlagen und Spione auf beiden Seiten lagen einst in den Hügeln und Tälern des norddeutschen Mittelgebirges verborgen. Soldaten waren hier dauerhaft stationiert und belauerten sich nervös: Der Harz wäre der Gefechtsstand gewesen, wenn Nato und Warschauer Pakt zu den Waffen gegriffen hätten. Davon sind Historiker und Militärexperten überzeugt. Wie kam es aber, dass der Harz zum Zentrum einer globalen Auseinandersetzung wurde? Und warum sind viele der Geheimnisse, die in diesen Hügeln ruhen, immer noch nicht gelüftet?