Gemeinde Leiferde ist im Einklang mit der Natur

Leiferde.  Die Kommune beachtet bei der Parkplatzerweiterung am Bahnhof gewissenhaft den Lebensraum geschützter Reptilien.

Bei der Erweiterung des Bahnhofsparkplatzes in Leiferde müssen Lebensräume von Zauneidechse und Schlingnattern beachtet werden.

Bei der Erweiterung des Bahnhofsparkplatzes in Leiferde müssen Lebensräume von Zauneidechse und Schlingnattern beachtet werden.

Foto: Anja Alisch / BZV

Die Gemeinde Leiferde hat den Naturschutz fest im Blick. Daher hatte der Rat nun noch einmal über die Planungen zur Erweiterung des nördlichen Park & Ride-Geländes am Bahnhof zu beraten.

Denn in den Randbereichen des Areals wurden vom Büro Thomas Kaiser innerhalb der Naturschutzprüfung Bestände zweier geschützter Reptilienarten – Zauneidechse und Schlingnatter – festgestellt.„Es ist uns wichtig, den Lebensraum dieser Tiere langfristig zu sichern und trotzdem den neuen Parkraum zu schaffen“, betonte Gemeindedirektor Tobias Kluge.

Einstimmig beschloss der Rat, die Planungen voranzutreiben, Dazu werden Planer und Kaiser in enger Abstimmung zusammenarbeiten. Unter Berücksichtigung der Naturschutzbelange bleibt die Maßnahme auch förderfähig durch die Landesnahverkehrsgesellschaft und den Regionalverband. Im ersten Bauabschnitt, der spätestens im dritten Quartal 2021 folgt, wird die Zahl der Parkplätze auf 85 bis 100 aufgestockt, außerdem soll es eine abschließbare Fahrradbox geben.

Die Planer sind gefordert, Kompensationsmaßnahmen wie eine Umsiedlung der Reptilien mit einzuarbeiten.

„Das ganze Leben ist ein Kompromiss“ kommentierte Ulrich Schröder (UWG) die vom Rat beschlossenen Änderungen zur Straßenbeitragserhebung. Für SPD und Grüne ist sie eine „hervorragende Lösung“. Wie Kämmerer Michael Zobjack zusammenfasste, „werden langfristig die Anlieger entlastet, die allgemeinen Steuerzahler belastet“. Neu ist die Möglichkeit, Beträge über 6000 Euro zu geringen Zinsen zu verrenten und in Raten zu zahlen.

Kurios wurde es bei der Änderung des Bebauungsplans Harmbütteler Feld. Dort wollen zwei Eigentümer baulich nachverdichten. Im Verwaltungsausschuss war bereits im Einklang mit diesen festgezurrt worden, dass die Bauwilligen die Kosten der neuen Planungen tragen. Nach zehnminütiger Sitzungsunterbrechung beschlossen die Fraktionen einmütig, dass die beiden Parteien ja nur einen kleinen Bereich des Plangebiets ausmachen und daher die Gemeinde 5000 Euro der Kosten trägt.

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