Straßenbaubeiträge: Müden passt Hebesätze zugunsten der Bürger an

Ettenbüttel.  Themen im Rat sind auch der Neubau der Allerbrücke Ettenbüttel und die Putenmastanlage. Der Investor schlägt einen Tag der offenen Tür vor.

Ein Neubau der Allerbrücke in Ettenbüttel bleibt weiter Thema. Förderanträge sind schon für 2021 gestellt.

Ein Neubau der Allerbrücke in Ettenbüttel bleibt weiter Thema. Förderanträge sind schon für 2021 gestellt.

Foto: Anja Alisch

Alle Haushalte in Ettenbüttel werden demnächst Post bekommen, um Klarheit in Sachen Breitbandversorgung zu schaffen, da eine Informationsveranstaltung wegen Corona nicht möglich ist. Der Gemeinderat Müden traf nach einem Eilantrag der CDU nun diese Grundsatzentscheidung, nachdem ein Anschreiben der Verwaltung für Verwirrung im Ort sorgte.

Wie Gemeindedirektor Eckhard Montzka erläuterte, war von Anbieterseite eine falsche Adressenliste weitergegeben worden. Drei Anbieter – giffnet, FNOH und Telekom – konkurrieren um den Ausbau mit Glasfaseranschlüssen.

Zur geplanten Putenmastanlage mit zwei Ställen nördlich von Müden soll es eine rechtliche Prüfung geben. Wie Karl-Heinz Karp (CDU) beschrieb, möchte sich der Investor aus dem Kreis Celle nicht persönlich im Rat vorstellen, sondern einen Tag der offenen Tür anbieten: „Er soll aber hier vortragen, was er vorhat.“ Auch Ingo Ahlers forderte für die SPD eine Sondersitzung: „Das ist ein heikles Thema.“

Auf den Weg gebracht ist das Baugebiet „Rübekamp“ mit 29 Bauplätzen als reines Wohngebiet. Für das Areal Schausterkamp könnte die Vermarktung im vierten Quartal beginnen.

Ohne Gegenstimme schloss sich der Rat dem Entwurf für die neue Satzung für Straßenausbaubeiträge an. Die Hebesätze werden zugunsten der Bürger angepasst, Eckgrundstücke werden weniger belastet und ab 5000 Euro kann der Betrag verrentet und als Kredit abgezahlt werden.

Wie es mit der Allerbrücke Ettenbüttel weiter gehen soll, war Thema der Bürgerfragestunde. Anwohnerin Hanna Heuer fasste zusammen: „Als Landwirte können wir nicht mehr darüber fahren, Lieferanten müssen Umwege in Kauf nehmen, die Nutzung des Maschinenverbunds ist nicht möglich.“ Das knapp 100 Jahre alte Bauwerk ist marode, die Tonnage auf ein Minimum reduziert. Montzka sagte: „Ich bin da nicht pessimistisch. Förderanträge für 2021 laufen, denn allein können wir die 3,5 Millionen Euro für den Neubau nicht wuppen.“ Eine Sanierung sei nicht sinnvoll, weil die Tonnage auch nur 16 statt 40 Tonnen betragen könnte.

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