Guten Morgen, Gifhorn!

Echte oder falsche Grippe?

Am Donnerstag ging es wieder einigermaßen, ich konnte mich langsam wieder auf einen Bildschirmtext konzentrieren und zwei Zeilen Text schreiben, ohne zum Taschentuch zu greifen. Eine Grippe hatte mich an den Tagen davor aus der Bahn beziehungsweise vom Redaktionshocker geworfen. Welche genau? Keine Ahnung. Fühlte sich an wie die spanische von 1918. Als ich das meiner Apothekerin sagte, winkte die nur lachend ab: „Wenn Sie eine echte Grippe hätten, stünden Sie gar nicht hier. Ist wohl doch nur eine Erkältung.“ Wie bitte? Da hatte ich mich gerade bei 38 Grad Körpertemperatur und mit rasenden Kopfschmerzen in einem delirium-artigen Bewusstseinszustand vom Arzt zur Pillendreherin geschleppt, und verharmlost sie meine Nahtoterfahrung derartig? Mein (männlicher) Arzt war da sehr viel einfühlsamer gewesen. Na gut, rein wissenschaftlich hatte die Apothekerin vielleicht recht, schließlich ist meine Grippe ja, Gott sei Dank, nicht tödlich verlaufen. Aber ich schwöre: Es war wenigstens eine echte Männergrippe, die calberlahische von 2020.

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