Strompreisbremsegesetz

Landvolk Niedersachsen kritisiert Pflicht zur Erlösabschöpfung

Eine Biogasanlage. (Symbolbild)

Eine Biogasanlage. (Symbolbild)

Foto: Archiv / Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Gifhorn.  Der Kreisverband Gifhorn-Wolfsburg kritisiert die, im Strompreisbremsegesetz verankerte, Abschöpfung von Überschusserlösen bei Biogasanlagen.

Der Kreisverband Gifhorn-Wolfsburg des Landvolkes Niedersachsen fordert, dass im Strompreisbremsegesetz, die Befreiung aller Biogasanlagen von der Pflicht zur Erlösabschöpfung aufgenommen wird. Laut Klaus-Dieter Böse, Geschäftsführer des Kreisverbands Gifhorn-Wolfsburg, drohe durch die nun vorgesehenen Regelungen im Strompreisbremsegesetz eine Stilllegung von Biogasanlagen, da mit den beim Anlagenbetreiber verbleibenden Erlösen die deutlich gestiegenen Betriebskosten nicht gedeckt werden können. Dies sei unbedingt zu vermeiden, so Böse weiter.

Im Landkreis Gifhorn erzeugen 45 Biogasanlagen Ökostrom

Laut Pressemitteilung des Landvolkes Niedersachsen, produzieren im Landkreis Gifhorn circa 45 Biogasanlagen Gas und erzeugen damit Öko-Strom. Bei der Vergärung von Biomasse entsteht ein brennbares Gas das sogenannte Biogas. Dabei ist es unerheblich, um welche Art von Biomasse es sich handelt. Für die Herstellung von Biogas können sowohl nachwachsende Rohstoffe, meistens Mais, aber auch Abfälle herangezogen werden. Weiterhin werden Reststoffe, meistens Gülle, aus der Tierhaltung für die Vergärung verwendet. Das entstehende Biogas wird überwiegend über Stromgeneratoren verstromt und kommt dann als Strommix aus der Steckdose der Verbraucher, erklärt das Landvolk Niedersachsen weiter.

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