Meinersener schwelgen in Kultur im Park

Meinersen.  Die Studiobühne Braunschweig tanzt ihr Gartenstück vor dem Künstlerhaus. Musik kommt vom heimischen A-Team.

Die Lokalmatadorinnen Lena und Melissa vom A-Team der Musikschmiede Meinersen begeisterten im Wechsel mit dem Tanzduo der Braunschweiger Studiobühne das Kulturvereinspublikum im Park des Künstlerhauses Meinersen.

Die Lokalmatadorinnen Lena und Melissa vom A-Team der Musikschmiede Meinersen begeisterten im Wechsel mit dem Tanzduo der Braunschweiger Studiobühne das Kulturvereinspublikum im Park des Künstlerhauses Meinersen.

Foto: Christian Franz

„Die Leute haben uns bei ersten Auftritten auf Privatgrundstücken nach dem Lockdown teilweise am Zaun zugehört“, berichtete Achim Niemann von der Meinersener Musikschmiede am Sonntag im Park des Künstlerhauses Meinersen. „Ja, es gibt einen riesigen Nachholbedarf“, bestätigte Uli Meyer-Hartmann, als zweiter Vorsitzender des Kulturvereins Meinersen Gastgeber der Benefizveranstaltung mit einem Duo der Braunschweiger Tanz-Studiobühne.

Prompt waren am Sonntag die 60 luftigen Plätze im Schatten der alten Bäume ausgebucht. Die Künstler freuten sich nicht allein über die Spenden zur Unterstützung laufender Kosten, sondern vor allem über die Rückkehr auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Selbst wenn es nur Rasen war.

Die Tänzer traten zunächst in Privatgärten auf. Jetzt immerhin im Park.

Choreographin Sylvia Heyden hatte die Performance „Ein Gartenstück“ eigens entwickelt. Die Tänzer müssen Abstand halten, der unebene Boden macht Sprünge zum Wagnis, das Gleiten am Boden unmöglich, bisweilen umschwirren Wespen die Tänzer. „Vor so vielen Zuschauern wie in Meinersen sind wir damit noch nicht aufgetreten“, zeigte sie sich glücklich über den Neustart mit zuletzt acht Shows in Privatgärten. „Wir haben vorher eigens alles einmal durchgetanzt.“

Kulturvereins-Vize Meyer-Hartmann freute sich, dass es im zweiten Anlauf mit dem Tanzensemble in Meinersen klappte. Ursprünglich hatte die Studiobühne bereits beim Freiluft-Poetry-Slam im Rathausgarten auftreten sollen. Die Veranstaltung musste wegen unsteten Wetters im letzten Moment ins Kulturzentrum verlegt werden, wo an Tanzen unter den gegebenen Bedingungen nicht zu denken war. Dafür am Sonntag umso mehr: „Das Wetter ist einfach wunderbar“, strahlte Meyer-Hartmann.

Perfekte Ergänzung: Die Ausstellung im Künstlerhaus.

Das A-Team steuerte zwei Potpourris mit Soul, Pop und Rock bei. Wer dann nach einem Stück Hefekuchen und einem Becher Kaffee noch Lust hatte, stöberte in der Abschlussausstellung des Künstlerhaus-Stipendiaten David Berkel.

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