ÖDP-Kreisverband in Gifhorn kurz vor der Gründung

Gifhorn.  Bei den nächsten Wahlen könnte in Gifhorn eine neue Partei antreten: Die ÖDP gibt es zwar schon lange bundesweit, im Landkreis dagegen nicht.

Interessierte trafen sich am Dienstag in der Alten Ziege, um sich über die ÖDP zu informieren.

Interessierte trafen sich am Dienstag in der Alten Ziege, um sich über die ÖDP zu informieren.

Foto: Burkhard Ohse

Am Dienstagabend trafen sich interessierte Bürger in der Alten Ziege, um sich vom Schatzmeister des niedersächsischen Ökologisch-Demokratische Partei-Landesverbands, Iko Schneider, und dem Regionalbeauftragten Bastian Michel über die Partei und eine mögliche Kreisverbandsgründung zu informieren.

„Dabei gibt es im Landkreis nun bereits zwölf Mitglieder“, wie Schneider sagte. Die sind über den ganzen Landkreis verstreut und bisher Mitglied im Bundes- und im Landesverband. „Für einen Kreisverband benötigt man mindestens drei bis fünf Parteimitglieder, die aktiv im Vorstand arbeiten wollen“, erklärte Michel. Obligatorisch seien Vorsitzender, Stellvertreter und Schriftführer, Beisitzer füllen dann den Vorstand weiter auf. Zu einer Kreisverbandsgründung muss der Landesverband einladen. Bei der Gründung sei ein Vorstand zu wählen und eine Satzung zu verabschieden. „Hier ist jeder Kreisverband frei, eine Vorlage wird mit der Einladung zur Gründungsversammlung mitgeschickt, kann aber verändert werden“, erklärte Michel. Ausgeschlossen seien lediglich „rechtsextremistische oder strafbare Ansätze“. „Bei den Themen, denen sich ein Kreisverband widmet, ist man dagegen völlig frei“, so Schneider. Am Dienstag wurden zunächst drei Themen sichtbar, die den Interessierten im Landkreis wichtig sind. Und die lauten: 5G, Glyphosat und Pestizide sowie Impfungen. Bei allen drei Themen gibt es dabei eine sehr kritische Haltung, wie deutlich wurde. Dabei solle der neue ÖDP-Kreisverband aber nicht die Aufgaben der Bürgerinitiative gegen 5G übernehmen, stellte die kommissarische Sprecherin Nicole Wolf klar. Bereit für eine Vorstandsarbeit erklärten sich am Dienstag gleich sieben Mitglieder. Mit einem Gifhorner Kreisverband würde ein weißer Fleck auf der Landkarte der Partei getilgt, in der Nachbarschaft gibt es lediglich den Kreisverband Uelzen und einen Verband BraWoHe, der die Städte Braunschweig, Wolfsburg und den Landkreis Helmstedt umfasst. „Bei allen Fragen um eine Kandidatur zu den kommenden Wahlen stehen euch der Landesverband und der Regionalbeauftragte zur Seite“, sagte Schneider.

Vereinbart wurde auch ein Datum für eine Gründungsversammlung. Die soll am Mittwoch, 19. Februar, 19 Uhr, voraussichtlich im Mehrgenerationenhaus stattfinden.

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