Braunschweig. Im Astor-Kino: Nach Johnny Depp spielt nun Nachwuchs-Star Timothée Chalamet den wundersamen Kauz in jungen Jahren.

Willy Wonka ist ein Sonderling, der sich gern vor der Öffentlichkeit versteckt. Seine Erfindungen sind schier unglaublich: Für die Dunkelheit hat er leuchtende Lutscher entwickelt, Karamell-Bonbons speziell für Zahnlöcher; Zungenleim gibt es für allzu geschwätzige Eltern.

Doch wie ist Willy Wonka zu solch einem seltsamen Kauz geworden? Zum größten Schokoladenfabrikanten aller Zeiten? Diese Geschichte erzählt nach der märchenhaften Parabel „Charlie und die Schokoladenfabrik“ (2005) die Fortsetzung „Wonka“. Wir zeigen die fantasievolle Komödie für Klein und Groß am Mittwoch, 6. Dezember, als BZ-Filmpremiere im Astor Filmtheater. Beginn ist um 20 Uhr. Tickets gibt es im Kino.

„Wonka“ ist als BZ-Filmpremiere in Braunschweig zu sehen

Willy Wonka wird in der filmischen Vorgeschichte natürlich nicht wieder von Johnny Depp gespielt (inzwischen 60), sondern von Hollywoods umschwärmtem Nachwuchsstar Timothée Chalamet („Dune“, 27). Wir lernen Willy Wonka als jungen Mann mit großen Träumen kennen. Als Zauberer und Erfinder hat er die Welt bereist und sein Handwerk als Chocolatier perfektioniert. Doch schon schlägt das Schokoladen-Kartell zu, und Willy muss allen Erfindungsreichtum aufbieten und alle Kraft, damit ihm die Konkurrenz keinen Strich durch die Rechnung macht. Unterstützung bekommt er von den Oompa-Loompa, einem Volk aus Winzlingen.

Laut Filmverleih ist „Wonka“ eine berauschende Mischung aus Magie und Musik, Chaos und Emotionen, erzählt mit viel Herz und Humor. Regie führte Paul King, Autor und Regisseur der „Paddington“-Filme.

Vorwürfe an den Autor: Rassismus und Kolonialismus

Der britische Schriftsteller Roald Dahl hatte 1964 mit „Charlie und die Schokoladenfabrik“ ein Kinderbuch geschrieben, das schnell zum Klassiker wurde. Aber auch an dem wird inzwischen einiges kritisiert. Dahl musste sich unter anderem wegen seiner Beschreibung der kleinwüchsigen schwarzen Helferlein Vorwürfe von Rassismus und Kolonialismus gefallen lassen.

Zur Erinnerung: In „Charlie und die Schokoladenfabrik“ hatte Regisseur Tim Burton einmal mehr eine gleichermaßen bezaubernde wie bedenkenswerte Außenseiter-Story verfilmt. Er zeigt Wonka als Kind eines strengen Vaters, der den Sohn zum Verzicht auf Süßigkeiten zwingt. Zum einen wird somit der Wunsch nach Naschhaftem übermächtig, zum anderen mutiert Wonka zu einem asozialen Stinkstiefel, der keine Manieren und keine Gnade kennt. Wonka lädt eine Reihe von Kindern in seine geheimnisumwitterte Schokoladenfabrik ein und macht den Rücksichtslosen, Egoistischen und Gemeinen unter ihnen schnell den Garaus. Am Ende wird für seine Bescheidenheit der liebe Charlie (Freddie Highmore) belohnt.