Braunschweig. Katja Knöchelmann spricht über grausame Bilder auf Kinder-Smartphones, über Kampfbereitschaft, Mitleid und die Frage nach der Rückkehr.

Die 1988 in Braunschweig geborene Katja Knöchelmann hat schon viel von der Welt gesehen. Sie ging zunächst im Gifhorner Südkreis zur Schule und dann aufs Braunschweiger Lessing-Gymnasium. Doch schon als Schülerin war sie in Kanada und als Studentin dann in Israel, dem Land, aus dem die neue Partnerin ihres Vaters kam. Sie schloss ihr Studium in Israel ab und blieb dort. Sie arbeitete für verschiedene Firmen, zur Zeit im Bereich Werbung, und lebt mit ihrem Partner und dessen zwei Kindern (9 und 12 Jahre alt) in einem kleinen Dorf ganz in der Nähe des Ben-Gurion-Flughafens bei Tel Aviv. Nach einem E-Mail-Kontakt gab es die Gelegenheit zum Zoom-Interview. Auf die Reporter-Bemerkung, dass wir das Gespräch ja „pünktlich wie die Maurer“ begannen, sagte Katja Knöchelmann übrigens, in Israel heiße derlei „pünktlich wie ein Deutscher“.