Braunschweig. Das ist der Grund, warum am Schapenbruchteich im Braunschweiger Europareservat jetzt massiv eingegegriffen wird.

Der Schapenbruchteich ist laut Stadt Braunschweig „durch seine Größe und überwiegend ungestörte Lage inmitten des Naturschutzgebietes Riddagshausen der wertvollste Stillgewässerlebensraum des Gebietes“. Der breite Schilfgürtel biete Lebensraum für zahlreiche überwiegend seltene und bestandsbedrohte Wasservogelarten und sei eines der wichtigsten Brutgebiete für Wasservögel in Braunschweig.

Bagger auf Moorketten mit Mulchkopf kommt zum Einsatz

Da der Teich aber sehr flach sei und die Wasserstände schwankten, kam es laut einer Pressemitteilung der Stadt in den vergangenen Jahren zu einem verstärkten Bewuchs mit Weiden. Diese drängten das Schilf zurück oder breiteten sich in den Schilfflächen aus. Dieser Entwicklung müsse „durch entsprechende Pflegemaßnahmen entgegengesteuert werden“.

Daher werde, so die Stadtverwaltung, in den nächsten Wochen „der Weidenaufwuchs im Schilf zur Wasserseite hin großflächig maschinell entfernt“. Hierbei komme ein Bagger mit Mulchkopf zum Einsatz, der sich auf breiten Moorketten in schwierigem Gelände zwischen Wasser und Land gut bewegen könne und bodenschonend arbeite.

Stadt: Zusammenhängende Schilfflächen bleiben erhalten

Bei den Arbeiten, die bereits im vergangenen Winter begonnen wurden, werden laut Mitteilung die Gehölze auch in Randbereichen von Wiesenflächen bis in Bodennähe abgetragen. Zusammenhängende Schilfflächen bleiben erhalten, heißt es.

Die aktuellen Arbeiten würden etwa drei bis vier Wochen dauern. Sobald sie beendet seien, werde der Teich wieder hoch angestaut, um ein erneutes Aufwachsen zu verhindern. Dieses Vorgehen war laut Stadt bereits im vergangenen Jahr erfolgreich, sei jedoch auch von der Niederschlagsmenge abhängig. red.