Braunschweig. Sie teilen Waschmaschinen und den Wunsch nach Gemeinschaft: Wie mehrere Generationen seit rund einem Jahr zusammenleben.

Als Thea Dittmann von den Kisten voller Äpfel erzählt, steigt ein Bild aus früher Kindheit in mir auf: Eine Gruppe Frauen mit vom Fruchtsaft braun gefärbten Fingerkuppen, die in dampfenden Kesseln Berge von Zwetschgen zu Mus verkochen. Ein jährliches Ritual im kleinen Dorf. Wie selbstverständlich tat man sich zusammen. Und so ähnlich geht auch die Geschichte von Thea Dittmann weiter. Nur dass sie die Äpfel nicht selbst geerntet, sondern in einem Supermarkt vor der Vernichtung gerettet hat. Und dass sie nicht im Dorf von damals lebt, sondern in einer Großstadt – im gemeinschaftlichen Wohnprojekt in der Braunschweiger Reuterstraße.