Braunschweig. Ein breites Bündnis sozialer Institutionen appelliert auf spektakuläre Weise, mehr Wohnraum zu schaffen.

Michael Bahn schlief im Pappkarton. Der Regionalleiter der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten in Braunschweig wollte am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, auf der Straße zu schlafen. In einer symbolischen Aktion gegen die Wohnungslosigkeit bettete er sich Samstagnacht recht unbequem mit seinem Schlafsack auf dem Altstadtmarkt zur Nacht. Und er war nicht allein. Einige Aktivisten schliefen im Zelt, andere übernachteten im Auto. „Wir stellen die Situation nach, in der sich viele Obdachlose in Braunschweig befinden“, erklärte Bahn.