Braunschweig. Brückenbauaktion an der Anschlussstelle Braunschweig-Melverode der A36 abgeschlossen. Der Verkehr kann wieder rollen.

Die Montage der Brückenträger auf der A36 / B4 in Höhe der Anschlussstelle Braunschweig-Melverode ist nach Angaben der ausführenden Baufirma zügig vorangekommen.

Geplant war, dass die Vollsperrung beider Fahrbahnseiten bereits ab Mittwoch Nachmittag, 14 Uhr, wieder aufgehoben werden konnte – und damit vier Stunden früher als ursprünglich geplant.

Lange Staus in Stöckheim, Melverode und im Heidberg waren zuvor die Begleiterscheinungen einer spektakulären Brückenbauaktion rund um die Anschlussstelle Braunschweig-Melverode der A36.

Beobachtet von zahlreichen schaulustigen Anwohnern, dem Baupersonal und einer großen Gruppe von Studenten hoben zwei Schwerlastkräne den ersten Brückenträger über die A36 und die Straßenbahntrasse.
Beobachtet von zahlreichen schaulustigen Anwohnern, dem Baupersonal und einer großen Gruppe von Studenten hoben zwei Schwerlastkräne den ersten Brückenträger über die A36 und die Straßenbahntrasse. © Regios 24 | Stefan Lohmann

Zahlreiche Schaulustige und Studenten verfolgten die Arbeiten

An der Tram-Haltestelle „HEH-Kliniken“ verfolgten zahlreiche Schaulustige und Studenten die Arbeiten. „Spannend ist das auch für uns schon. So etwas macht man nicht jeden Tag – solche Fertigteile einzuheben“, erläutert vor Ort Michael Peuke, Leiter des Geschäftsbereichs Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr unserer Zeitung.

Die Träger für die neue Brücke über die A36 waren im Vorfeld bereits mit vorgefertigten Betongerüsten für die zukünftige Fahrbahn ausgestattet worden.
Die Träger für die neue Brücke über die A36 waren im Vorfeld bereits mit vorgefertigten Betongerüsten für die zukünftige Fahrbahn ausgestattet worden. © regios24 | Stefan Lohmann

Und Simone Reppin, Sachgebietsleiterin Brückenbau, meldet: „Es läuft alles nach Plan!“

Keine Kleinigkeit: Vier jeweils 73 Tonnen schwere und 45 Meter lange Brücken-Träger werden von gewaltigen Kränen in ihre Positionen eingeschwenkt. Nach dem Abriss der alten Brücke über die A36 / B4 südlich des Autobahnkreuzes Braunschweig-Süd kommen die Arbeiten an der neuen Brücke damit einen Riesenschritt voran.

Gut eine Stunde nach dem erfolgreichen Einbau des ersten Brückenträgers rollte das zweite, fast 50 Meter lange Parallel-Bauteil an.
Gut eine Stunde nach dem erfolgreichen Einbau des ersten Brückenträgers rollte das zweite, fast 50 Meter lange Parallel-Bauteil an. © regios24 | Stefan Lohmann

Schwertransport der gewaltigen Fertigteile über 500 Kilometer nach Braunschweig

Die Kolosse – sogenannte Verbund-Fertigteil-Träger, bestehend aus einem Stahlhohlkasten mit seitlich anbetonierten Stahlbetonplatten, wie die Fachleute erläutern – waren in der Oberpfalz gefertigt und dann per Schwertransport über 500 Kilometer nach Braunschweig transportiert worden. Vollsperrung beider Fahrbahnseiten (mit den entsprechenden Rückstaus und Umgehungsverkehren) sowie der in der Mitte verlaufenden Stadtbahn-Trasse (mit Schienenersatzverkehr).

Am Mittwoch, 14. Dezember, sind diese Arbeiten beendet, ab dem Nachmittag soll der Verkehr dann wieder fließen.

Fertigstellung samt Anschluss an die Fahrbahnen ist für Sommer 2023 geplant

Die alte Brücke aus dem Jahr 1966 war bereits im Juni abgerissen worden. Anschließend wurden bereits die Widerlager für die neue Brücke errichtet. Fertig soll sie samt Anschluss an die Fahrbahnen im Sommer 2023 sein.

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Der Brücken-Neubau ist laut Landesbehörde notwendig, „weil die alte Brücke den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen war und aufgrund festgestellter Schäden erneuert werden musste“. Die Kosten für die sogenannte Ersatzbrücke lägen bei rund 3,8 Millionen Euro.

Die Kosten der Gesamtbaumaßnahme betragen demnach etwa 4,5 Millionen Euro und werden vom Bund übernommen.

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