Braunschweig. Der Ukrainer Oleksander Gawrykov aus Charkiw operiert, während um ihn herum Sprengsätze detonieren. In Braunschweig macht er nun Verschnaufspause.

„Solange es eben dauert.“ Oleksander Gawrykov zuckt mit den Achseln. Irgendwie hält er durch, macht einfach immer weiter. Tag für Tag. Als Leiter der Traumatologischen Abteilung eines Großkrankenhauses im ukrainischen Charkiw und als Chirurg geht es für ihn nicht darum, wie lange er den Krieg, die Arbeitsbelastung, die Angst, das Entsetzen, die Empörung, das Ohnmachtsgefühl noch ertragen kann. Es geht vielmehr darum, was zu tun ist. „Ich bin nicht mal in Gedanken abgehauen“, sagt er.