Graffiti in Braunschweig

Braunschweiger Graffiti-Künstler verwandelt Bahnhof Gliesmarode

| Lesedauer: 2 Minuten
Graffiti im Auftrag der Deutschen Bahn: Nasim Naji verwandelt den Eingangsbereich des Bahnhofs in Gliesmarode.

Graffiti im Auftrag der Deutschen Bahn: Nasim Naji verwandelt den Eingangsbereich des Bahnhofs in Gliesmarode.

Foto: Stefan Lohmann / regios24

Braunschweig.  Nasim Naji macht aus dem neuen Eingangsbereich ein Kunstwerk – im Auftrag der Bahn. Vom Ringgleis aus kann man ihm zurzeit noch zusehen.

Beton bleibt selten grau. Die Deutsche Bahn will das Ergebnis lieber nicht dem Zufall überlassen und hat darum den Graffiti-KünstlerNasim Naji beauftragt, den neuen Eingang zum Bahnhof Braunschweig-Gliesmarode in ein Kunstwerk zu verwandeln. Beton wird nicht nur bunt, sondern auch schön.

Nein, noch gibt es keinen Eröffnungstermin. Aber man erhält bereits einen Vorgeschmack auf den neuen Eingang zum Bahnhof Gliesmarode. Er soll Braunschweigs Verkehrsdrehkreuz im Osten der Stadt werden. Die BSVG hat bereits die Haltestellen am Bahnhof erneuert. Die Deutsche Bahn sorgt nun dafür, dass es nicht bei tristem Beton im späteren Eingangsbereich bleibt.

Der gebürtige Braunschweiger lebt von seiner Kunst

Nasim Naji ist gebürtiger Braunschweiger. Der 39-Jährige kommt ursprünglich aus der Graffiti-Szene, bevor er freie Kunst studierte und in Stuttgart, Paris und Hamburg lebte. 2015 kehrte er zurück in seine Heimatstadt. Mittlerweile lebt er von seiner Kunst. Im Auftrag von Unternehmen zu arbeiten, sei keineswegs ungewöhnlich für ihn.

Seit Mitte der Woche arbeitet er auf der Baustelle. „Zumindest immer dann, wenn es das Wetter zulässt.“ Regen verdirbt ihm die Kunst. Einen Baustrahler hat er gleichwohl dabei, um bei gutem Wetter auch nach Einbruch der Dämmerung arbeiten zu können. Ende nächster Woche will er fertig sein.

Für das nächste Projekt geht es in die Weststadt

Ein erstes Wandbild ist bereits zu sehen: Der Beton reißt auf und gibt den Blick über das Meer in die Ferne frei. Gedacht für diejenigen, die den Bahnhof später einmal betreten werden. Daneben wird ein zweites Wandbild Braunschweig-Motive zeigen: „Einstimmung auf Braunschweig für diejenigen, die den Bahnhof verlassen.“

Direkt über die Schulter kann man Naji nicht schauen. Baustelle. „Aber das Ringgleis liegt nur ein paar Meter entfernt. Man kann also gut zusehen, wie die Bilder entstehen.“

Am Samstag, so das Wetter es zulässt, will er weiterarbeiten. Pause während der Ostertage. Dann der Endspurt. Anschließend, erzählt Naji, beginne die Vorbereitung für sein nächstes Braunschweig-Projekt. Es werde in die Weststadt gehen. In Kooperation mit der Wiederaufbau und dem Kulturpunkt West soll eine ganze Hausfassade zu einem Kunstwerk werden.

Mehr zum Thema

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (2)