Telekom startet im März großen Glasfaser-Ausbau in Braunschweig

Braunschweig.  Im ersten Schritt sollen rund 30.000 Haushalte Gigabit-Leitungen erhalten. Bei guter Nachfrage sollen weitere Stadtteile ausgebaut werden.

Die Telekom will mehr als 110 Kilometer Glasfaserleitungen verlegen.

Die Telekom will mehr als 110 Kilometer Glasfaserleitungen verlegen.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Ab März will die Telekom eines ihrer größten Projekte beim Glasfaser-Ausbau starten. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sollen rund 30.000 Braunschweiger Haushalt Glasfaseranschlüsse erhalten. Es geht dabei um das Östliche Ringgebiet, den nördlichen Teil des Westlichen Ringgebiets und um Ölper.

Die Vorvermarktung läuft bereits, die betreffenden Haushalte und auch Eigentümer wurden angeschrieben. „Wer sich bis zum 30. Juli 2021 für einen Glasfaser-Tarif der Telekom entscheidet, bekommt den Hausanschluss kostenfrei“, kündigt Regio-Managerin Sabine Köhler an. Danach liegen die Anschlusskosten ihr zufolge bei fast 800 Euro.

Sie spricht von einem der modernsten Highspeed-Glasfasernetze Deutschlands, das entstehen soll. „Ein Glasfaseranschluss bietet alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen wie Arbeiten und Lernen zu Hause sowie gleichzeitiges Videostreaming.“

Bauarbeiten sollen Anfang März parallel in allen drei Stadtteilen starten

Braunschweigs Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa ist froh, dass der millionenschwere Ausbau jetzt vorangeht. „Der hohe und ständig steigende Bedarf an Bandbreiten im privaten wie im geschäftlichen Bereich ist uns allen durch die Covid-19-Pandemie mehr als deutlich geworden“, sagte er. „Von daher begrüße ich das hohe finanzielle Engagement der Telekom.“

Das Unternehmen und die Stadt haben eine Absichtserklärung abgeschlossen, um den Ausbau partnerschaftlich voranzutreiben. Es ist geplant, die Bauarbeiten Anfang März parallel in allen drei Stadtteilen zu starten. Insgesamt will die Telekom hier mehr als 110 Kilometer Glasfaserleitungen verlegen. Die einzelnen Straßenzüge sollen jeweils mit der Stadt abgestimmt werden.

Eine neue Verlegemethode kommt zum Einsatz

„Der Tiefbau muss problemlos durchlaufen“, sagt Dieter Schulz, Telekom-Technik. „Dafür sind viele Genehmigungen nötig. Wir werden alles tun, um den Ausbau gut und schnell zu bewältigen.“ Das Ziel: Fertigstellung im nächsten Jahr.

Um das zu schaffen, komme auch eine neue Verlegemethode zum Einsatz, wie Projektleiter Andy Langbrandtner erläutert: Die Gräben werden nur halb so tief und breit wie sonst ausgehoben – 30 Zentimeter tief und 15 Zentimeter breit. „Damit kommen wir viel schneller voran, und die Gehwege können noch am selben Tag wieder verfüllt werden.“

Wenn der Zuspruch in den drei Gebieten gut ausfällt, will die Telekom ab 2022 auch weitere Stadtteile mit Gigabit-Leitungen ausstatten. Im zweiten Quartal nächsten Jahres werde man entsprechende Vorschläge machen.

Informationen:www.telekom.de/glasfaser-braunschweig

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