Baugebiet Wenden ist wieder in der Spur

Braunschweig.  Braunschweigs Bauverwaltung bessert mit einem neuen Lärmgutachten nach. Was wird aus dem Feuerwehr-Platz?

Die Veltenhöfer Straße wird durch das neue Baugebiet führen. Die Planungen nähern sich nun dem Ende.

Die Veltenhöfer Straße wird durch das neue Baugebiet führen. Die Planungen nähern sich nun dem Ende.

Foto: Marion Korth

Das Neubaugebiet Braunschweig-Wenden schien eigentlich schon in trockenen Tüchern. Doch es muss nachgebessert werden. Das geschieht im Eiltempo. Dennoch: Der Baubeginn wird sich verzögern, und es sind offene Fragen aufgetaucht.

Es ist ein sehr ambitionierten Projekt, das Braunschweig im Norden der Stadt plant. Denn dort soll ein kleines Gewerbegebiet an der Autobahn entstehen. Und ein Baugebiet mit 180 Wohneinheiten samt Kita und Platz für betreutes Wohnen.

Zweifel der Anlieger an der Planung

Die Pläne sind alt. In Erwartung des Baugebiets wurde bereits vor vielen Jahren ein Straßenbahn-Anschluss gelegt. Doch es wird dauern, bis die ersten Neubürger zusteigen können. Baurecht, so korrigierte die Stadtverwaltung nun ihren Zeitplan, wird wohl erst im zweiten Quartal 2021 herrschen. Dann beginnt die Erschließung. Im Folgejahr könnte wohl Baubeginn für die ersten Häuser sein.

Für eine leichte Verzögerung sorgten nun Zweifel von Anwohnern aus dem benachbarten Industriegebiet. Die Sorge: Die Wohnbebauung könnte dazu führen, dass sie in ihren Rechten eingeschränkt werden. Es geht um Lärm. Um für Rechtssicherheit zu sorgen, hat die Verwaltung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das diese Zweifel zerstreut.

Doch nun kamen unerwartete Einwände aus dem Bezirksrat Wenden. Dort wird befürchtet, am Ende Leidtragender der Bebauung zu sein. Es geht um zwei wichtige Plätze, die im Zuge der Bebauung weichen sollen. Der Bezirksrat verlangt eine Änderung der Pläne: Den Kinder- und Jugendplatz an der Lindenstraße hatten die Planer irrtümlich als Parkplatz betrachtet und wollten ihn entfallen lassen. Bezirksrat und Planungsausschuss votierten nun dafür, dass erst Ersatz zur Verfügung stehen muss, bevor der Jugendplatz geschlossen wird.

Ringen um Übungsplatz

Komplizierter wird es mit dem Übungsplatz der Jugendfeuerwehr. Er soll ebenfalls verlegt werden. Das Stadt-Kommando ist dafür, Wendens Ort-Kommando nicht. Ein klärendes Gespräch unter Beteiligung von Politik und Verwaltung wurde anberaumt. Doch auch in diesem Fall soll gelten: Der alte Übungsplatz wird erst geschlossen, wenn ein neuer zur Verfügung steht. In der nächsten Woche soll der Rat das Vorgehen so beschließen.

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