Braunschweig baut neue Grundschule

Braunschweig.  Am Wedderkopsweg werden 14 Millionen Euro investiert. 200 Grundschüler sollen dort unterrichtet werden

Im Westlichen Ringgebiet soll eine neue Grundschule am Wedderkopsweg gebaut werden. Auch eine große Grünfläche wird bebaut.

Im Westlichen Ringgebiet soll eine neue Grundschule am Wedderkopsweg gebaut werden. Auch eine große Grünfläche wird bebaut.

Foto: Bernward Comes

Nachverdichtung hat seinen Preis. Die Politik stellt die Weichen, damit in Braunschweig eine neue Grundschule samt Doppel-Sporthalle für Kinder von Neubürgern entstehen kann. Am Wedderkopsweg im Westlichen Ringgebiet werden idyllische Grünflächen verschwinden.

Eine Schule mit Sporthalle soll entstehen

Das Gebiet im Schatten der Stadtautobahn schien in einem endlosen Dornröschenschlaf. Entwicklungsinteressen gab es dort keine. Bis die Stadt Braunschweig vor der Frage stand: Wenn überall Neubaugebiete ausgewiesen werden, wo ist die Schule für die Kinder der Neubürger? Am Wedderkopsweg wurde eine Fläche gefunden, wo im Jahr 2024 bis zu 200 Grundschüler unterrichtet werden sollen. Eine Doppel-Sporthalle soll angegliedert werden. Erste Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von etwa 14 Millionen Euro aus.

Über die Veränderung sind die Anwohner alles andere als glücklich. Ende Oktober wurde ihnen die Planung bereits ausführlich vorgestellt. Es gibt erhebliche Vorbehalte. Grünflächen verschwinden, der Baumbestand wird ausgedünnt, mehr Autos werden auf den umliegenden Straßen unterwegs sein. Das Quartier wird sich wandeln.

Der Bezirksrat hat zugestimmt

Die Politik zaudert gleichwohl nicht, dennoch den Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. Der Bezirksrat des Westlichen Ringgebiet hat bereits einhellig zugestimmt. Bezirksbürgermeisterin Annette Johannes meint: „Wir können die Kinder aus den Neubaugebieten nicht einfach auf die vorhandenen Grundschulen verteilen. Ob Diesterwegschule oder Bürgerstraße – die Kapazitäten dort sind erschöpft. Es muss einfach Veränderungen geben.“ Das sehe auch der Schulentwicklungsplan vor.

Der Planungsausschuss teilte nun die Meinung des Bezirksrats. Mitte Dezember wird aller Voraussicht nach der Verwaltungsausschuss die Auslegung des Bebauungsplans beschließen. Die Bauverwaltung ist optimistisch, alle Vorbehalte gegen die Planung entkräften oder in der Planungs Rechnung zu tragen.

Auch die noch offenen Grundstücksfragen werden den Bau der Grundschule nicht stoppen, heißt es seitens der Verwaltung. Die Verhandlungen seien auf einem „guten Weg“. Eine Einigung scheine „grundsätzlich möglich. Aber auch ohne diese Fläche ist die Realisierung einer Grundschule möglich.“

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