Braunschweig: Der Löwenwall wird schick gemacht

Braunschweig.  Baumlücken werden geschlossen. An der Oker wird eine Terrasse mit Brunnen entstehen.

Am Löwenwall fehlen 22 Roßkastanien. Lücken sollen während der Sanierung geschlossen werden,

Am Löwenwall fehlen 22 Roßkastanien. Lücken sollen während der Sanierung geschlossen werden,

Foto: Bernward Comes / Braunschweiger Zeitung

Rund 800.000 Euro sollen am Rande des Magniviertels investiert werden, damit Braunschweigs Löwenwall wieder richtig schick wird. Nächstes Jahr soll bereits umgebaut werden.

Der Umbau wird sich an etwa 200 Jahre alten Plänen orientieren. Sie zeigen, dass mittlerweile Dinge verloren gingen, die der Wallring-Planer Paul Josef Krahe einst für unverzichtbar gehalten hat. Heißt: Die ehemalige Kuranstalt/Trinkhalle, in der zunächst Mineralwasser und Molke und später auch Bier ausgeschenkt wurde, soll zurück kommen.

Ausgeschenkt wird freilich nichts. Stattdessen soll reines Trinkwasser aus einem kleinen Brunnen sprudeln. Besonderheit: Am Brunnen werden Sitzgelegenheiten in Form von Stufen angelegt. Mit Okerblick, so der Plan der Denkmalschützer. Umsetzen soll dies der Fachbereich Stadtgrün und Sport, der den Neubau mit einer Wildbienen-Wiese umgeben will.

Die Rasenflächen werden erneuert

Weit größere Arbeiten stehen aber am Löwenwall selbst an. Die sechs Meter breite Straße ins Nirgendwo wird nach dem Umbau nur noch vier Meter breit sein. Asphalt wird dazu abgefräst und durch ganz feinen Kies ersetzt. 22 Kastanien, die abgestorben sind und nicht ersetzt wurden, werden neu gepflanzt.

Damit sich die Jungbäume nicht gänzlich zwischen den alten Roßkastanien verlieren, einige haben immerhin einen Stammumfang von mehr als 1,7 Meter, soll der Stammumfang zwischen 30 und 40 Zentimeter liegen. Auch die Rasenflächen samt Beregnungsanlage werden erneuert.

Die Abteilung Stadtgrün will bei der Gelegenheit auch die wassergebundene Decke so erneuern, dass die alten Kastanien davon profitieren. Sie sind im unterschiedlichen Umfang geschädigt. Außerdem setzt ihnen die Miniermotte zu.

Nachteil der Planung, so wurde gegenüber dem Bezirksrat der Innenstadt eingeräumt: Zwei Probleme werden nicht gelöst. Auch nach dem Umbau wird es keine barrierefreie Verbindung zur Kurt-Schumacher-Straße geben. Und auch der Wunsch der Radfahrer, die Treppenanlage an der Kurt-Schumacher-Straße so umzubauen, dass kein Absteigen mehr nötig ist, wird sich nicht erfüllen. Pläne dafür müssen erst noch entwickelt werden.

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