Braunschweigs Gesundheitsamt weicht ins Stadion aus

Braunschweig.  Die steigende Mitarbeiterzahl zur Bewältigung der Corona-Pandemie hat zur Platznot geführt.

Der Blick aufs leere Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße.

Der Blick aufs leere Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße.

Foto: Jasper, Susanne

Der Blick aus dem Fenster fällt für mehr als 20 Beschäftigte des Braunschweiger Gesundheitsamtes aufs Spielfeld der Eintracht-Kicker. Wo zu anderen Zeiten die Sport-Presse residiert, werden nun Kontakte Corona-Infizierter nachverfolgt oder Quarantäne-Anordnungen verschickt. Die steigende Mitarbeiterzahl zur Bewältigung der Corona-Pandemie hat in der Behörde an der Hamburger Straße zur Platznot geführt. Mit der Verlegung eines Teils der Teams ins nahe gelegene Eintracht-Stadion wurde eine kreative Lösung gefunden.

Personal wird weiter aufgestockt

Zehn Mitarbeiter seien schon dort, in der nächsten Woche folgten zwölf weitere, berichtet Dr. Gerhard Wermes, Leiter des Gesundheitsamtes. Bei den zwölf Neulingen handele es sich um befristet eingestellte Containment-Scouts - von der Zahnärztin über die Krankenschwester bis hin zur Sekretärin seien verschiedene Berufsgruppen vertreten. In ihren Bewerbungen sieht Wermes auch ein Stück Idealismus, um einen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie zu leisten.

Platz für 60 Personen

Aktuell sind laut Wermes 70 bis 80 Mitarbeitende im Gesundheitsamt - darunter sechs Bundeswehrsoldaten - ausschließlich mit dem Infektionsgeschehen befasst. Ob das Personal weiter aufgestockt werden müsse, würden die nächsten Wochen zeigen. Im Stadion jedenfalls wäre noch Platz. In dem angemieteten Bereich können bis zu 60 Personen arbeiten.

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