Braunschweig trauert um den Gastronomen Metin Aslan

Braunschweig.  Er hatte das „Tandure“ in der Frankfurter Straße vor mehr als 30 Jahren aufgebaut. In der Stadt genoss er Kultstatus.

So kannte man ihn: Metin Aslan starb am Sonntag im Alter von 63 Jahren.

So kannte man ihn: Metin Aslan starb am Sonntag im Alter von 63 Jahren.

Foto: Florian Kleinschmidt

Am Sonntagnachmittag verbreitete sich die traurige Nachricht in den sozialen Netzwerken. Dann bestätigte ein Mitglied der Familie gegenüber Ishak Demirbag vom Haus der Kulturen: Der Braunschweiger Gastronom Metin Aslan („Tandure“) ist tot. Metin starb am Sonntagmittag im Krankenhaus im Alter von 63 Jahren.

Metin Aslan, der in Braunschweig und darüber hinaus Kultstatus genoss, hatte das türkisch-kurdische Restaurant „Tandure“ in der Frankfurter Straße im Artmax-Komplex vor mehr als drei Jahrzehnten aufgebaut. Er war unter anderem ein Förderer des Sports, vor allem der Eintracht, und des Braunschweiger Karnevals. Sein stets hilfsbereites Wesen und seine unnachahmliche Art, Menschen zusammenzubringen, machten Metin Aslan zu einer Institution in Braunschweig.

Unsere Redaktion schrieb oft über Metin Aslan. Auf die Frage, was was ihn gastronomisch und menschlich vorangebracht habe, antwortete er einmal: „Wir haben von Herzen gearbeitet. Unsere Gäste sind unsere Könige. Wir wollten stets das Beste geben und das ist unser Erfolg.“ Wenn man von Herzen arbeite, schaffe man alles. Diesem Wahlspruch ist Metin immer treu geblieben. Wenn man ihn brauchte, konnte man sich auf ihn verlassen.

Seine Kraft schöpfte er aus seiner Familie, seiner Frau Ayfer, seinen zwei Söhnen und zwei Töchtern. Gastronomisch reichte sein Wirkungskreis auch bis nach Hannover, zudem war er Mitinhaber eines Großhandels.

Metin Aslan war im Alter von 15 Jahren mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland gekommen. In der letzten Zeit, berichten Nahestehende, ging es ihm nicht gut. „Er war angeschlagen.“ In der Corona-Krise habe er nach einem überstandenen Herzinfarkt als Asthmatiker und Diabetes-Patient zur Risikogruppe gezählt und sich nach einer Auslandsreise gemeinsam mit seiner Frau zuhause in Quarantäne befunden.

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