Braunschweig: Einhaltung der Corona-Verbote wird kontrolliert

Braunschweig.  Ausnahmezustand wegen Corona: Verwaltung und Polizei appellieren an die Bürger, sich an die Vorgaben zu halten.

Der Spielplatz an der Matthäuskirche im Prinzenpark ist gesperrt.

Der Spielplatz an der Matthäuskirche im Prinzenpark ist gesperrt.

Foto: Cornelia Steiner

In den letzten Tagen kamen die Verbote und Vorgaben angesichts der Corona-Krise gefühlt im Stundentakt. Ziel ist es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, um Zeit zu gewinnen und Menschenleben zu retten. Es gilt, schnellstmöglich die intensivmedizinische Versorgung aufzustocken.

Doch nicht alle halten sich an die Allgemeinverfügungen der Verwaltung. Die Stadt kündigt daher jetzt Kontrollen an. Es geht um die Einhaltung der Vorgaben für Handel, Gaststätten, Spielplätze und Versammlungen im Freien.

So dürfen zum Beispiel viele Läden nicht mehr öffnen, etwa Modegeschäfte, Elektronikmärkte und Möbelhäuser. Restaurants müssen einen Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen gewährleisten. Spielplätze sind gesperrt, und im Freien sind Ansammlungen von mehr als 10 Personen untersagt.

Die Kontrollen soll jetzt schrittweise aufgebaut werden, teilt die Stadtverwaltung auf ihrer Facebook-Seite mit. „Der Fachbereich Stadtgrün und Sport stellt an Spielplätzen und Jugendplätzen eine Beschilderung auf und wird diese wo möglich auch absperren“, heißt es weiter. „Bei der Überwachung der Allgemeinverfügung wird uns auch die Polizei unterstützen. Wir appellieren gemeinsam mit der Polizei Braunschweig nachdrücklich, sich an die Vorgaben zu halten! Bleibt wenn möglich zuhause.“

Zu der Ankündigung gibt es auf der Facebookseite der Stadt viele Kommentare, zum Beispiele diese:

„Manche haben es halt immer noch nicht geschnallt! Musste in die Innenstadt, da unser Geschäft seit Dienstag geschlossen ist, um noch ein paar Dinge für die nächsten Wochen zu regeln. Die Menschen sitzen auf dem Kohlmarkt in der Sonne und trinken Kaffee. Es gibt einfach noch zu viele Ignoranten und Egoisten (siehe Lebensmittel)! Ich hoffe,wir bekommen das hin und verhalten uns solidarisch! Danke an alle, die den ,Laden’ am Laufen halten!“

„Super, und bitte mit richtig saftigen Bußgeldern. Schlage hier 15.000€ Minimum vor, die zu gleichen Teilen an die Stadt, den Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel und medizinischem Pflegepersonal aufgeteilt werden!“

„Wenn die Leute es weiterhin nicht checken oder aus Egoismus weiter machen, kommt wie in Frankreich, Spanien und Belgien auch hier eine Ausgangssperre. Wäre dann sicher auch sinnvoll.“

„Also der Bolzplatz bei mir vor der Haustür ist zwar gesperrt (Absperrband in den Toren). Interessiert aber die Jugendlichen nicht die Bohne ....die spielen trotzdem.“

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„Bitte erlasst Einlassbeschränkungen für die Geschäfte des Einzelhandels. Im EKZ Gifhorner Straße und vermutlich überall anders auch tummeln sich die Leute und kommen sich weiterhin zu nahe. Ich kann mich und andere nicht schützen, wenn sich niemand dran hält. Ich erntete böse Blicke und Bemerkungen, als ich an der Kasse nicht meinem Vordermann in den Nacken atmete. „Die Frau hier vorne hält ja so viel Abstand“, brachte man mir abwertend entgegen. Schaut mal nach Belgien: auf 10 Quadratmeter wird nur 1 Kunde berechnet und hineingelassen, weiterhin gibt man älteren Menschen zwischen 08-09 Uhr den Vorrang beim Einkaufen. Das sind sinnvolle Maßnahmen in einer solidarischen und respektvollen Gesellschaft. Liebe Regierung, schaut nach links und rechts, was für Maßnahmen die anderen Länder ergreifen zum Schutze aller!“

„Langsam komm ich mir vor, dass ich in einem Endzeit Spielfilm mitspiele - nur ohne Drehbuch.“

„Im Moment ist die Kontrolle ein Witz … Fußball auf dem Löwenwall, Menschen am Kiosk am Südsee, Grillen auf dem Franzschen Feld, Café-Gruppen auf dem Kohlmarkt - ein allg. Ausgehverbot muss her - mit Kontrollen und saftigen Geldbußen!!!“

„Ich bin verwundert über die Eiswagen. Eine größere Streuungschance kann man im Park potenziell kaum haben.“

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„Jo. Bis dann der erste Angehörige wirklich schlimm krank wird und kein Intensivbett mehr bekommt. Guckt euch die Situation in Italien an! Wer es dann noch nicht rafft... Darüber hinaus bedroht eine Ausgangssperre, die kommen muss, wenn sich keiner von selbst dran hält, so viele kleine Unternehmen, Handwerksbetriebe etc, wir schaden uns massiv selbst!! Aber Hauptsache Klopapier horten, um sich den dämlichen A... abwischen zu können... Ich könnte nur kotzen. Menschen sind Schwachköpfe… Also unbedingt kontrollieren, danke braunschweig.de!“

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