Braunschweiger Katholiken demonstrieren am Samstag für Reformen

Braunschweig.  Sie beteiligen sich an einer Protestaktion in Hildesheim und fordern eine Erneuerung und deutliche Veränderungen in der katholischen Kirche.

Unter dem Motto „Es ist 5 nach 12“ beteiligen sich auch Katholikinnen und Katholiken der Braunschweiger Dominikanergemeinde St. Albertus Magnus an der Demonstration.

Unter dem Motto „Es ist 5 nach 12“ beteiligen sich auch Katholikinnen und Katholiken der Braunschweiger Dominikanergemeinde St. Albertus Magnus an der Demonstration.

Foto: Privat

Unter dem Motto „Es ist 5 nach 12“ beteiligen sich an diesem Sonnabend, 22. Februar, auch Katholikinnen und Katholiken aus Braunschweig an einer Demonstration in Hildesheim. Ihr Ziel ist die Erneuerung der katholischen Kirche, wie Heidemarie Erhardt von der Dominikanergemeinde St. Albertus Magnus mitteilt. Man wolle Stellung beziehen gegen verkrustete Strukturen.

Der Aufruf zur Demo kommt von der Initiative „Maria 2.0“. Erhardt zufolge beteiligen sich 13 katholische Vereine, Verbände und Institutionen – darunter der Diözesanrat als oberstes Laiengremium, katholische Frauenverbände, der Bund der Deutschen katholischen Jugend, die katholische Arbeitnehmerbewegung, die „Katholiken in Kirche und Verwaltung“ und die Kirchenvolksbewegung „Wir sind Kirche“. Sie treten für weitreichende Veränderungen ein: Das Bündnis fordert die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche, die Abschaffung des Pflichtzölibats, die Anpassung der kirchlichen Sexualmoral an die Lebenswirklichkeit sowie die uneingeschränkte Zuständigkeit staatlicher Gerichte bei Missbrauchsfällen auch im kirchlichen Bereich.

Die Demonstranten wollen Bischof Heiner Wilmer den Reisesegen spenden. Er reist bald zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Dort geht es auch um die Wahl eines Nachfolgers für Kardinal Marx, der den Vorsitz abgibt. „Die Wahl wird eine Richtungsentscheidung sein für Reformen oder Stillstand, für oder gegen den gemeinsam eingeschlagenen Synodalen Weg – für den Zusammenhalt der Kirche oder den Austritt engagierter Katholikinnen und Katholiken, die den Stillstand nicht weiter ertragen“, so Erhardt.

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