Braunschweiger „Brunswick Wheelers“ nonstop unterwegs

Braunschweig.  Stadt Braunschweig und Jüdische Gemeinde Braunschweig schicken die Radsportler auf den 850 Kilometer langen Weg zur Gedenkstätte Auschwitz.

Das Team der „Brunswick Wheelers“, hier beim Start vorm Rathaus, ist unterwegs zur Gedenkstätte Auschwitz in Polen.

Das Team der „Brunswick Wheelers“, hier beim Start vorm Rathaus, ist unterwegs zur Gedenkstätte Auschwitz in Polen.

Foto: Henning Noske

Beifall und Aufmunterung auf dem Platz der Deutschen Einheit – die „Brunswick Wheelers“ sind am Donnerstag zur 850 Kilometer langen Gedenktour nach Auschwitz in Polen gestartet. Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers fährt man „Gegen das Vergessen“ an.

Erster Stadtrat Christian Geiger von der Stadt Braunschweig und Renate Wagner-Redding, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Braunschweig, schickten die Radsport-Truppe auf den Weg. Beide würdigten das Unternehmen, das nicht nur dem Erinnern an beispiellose Verbrechen gilt, sondern auch sportlich eine Herausforderung darstellt.

Die „Brunswick Wheelers“ sind ein Zusammenschluss von Radsportbegeisterten aus der Region Braunschweig. Sie werden bei ihrem „memorial ride“, ihrer Erinnerungstour, unterstützt durch den Verein Friends for Life. Am Samstag bereits trifft das 13-köpfige Team in Auschwitz ein, wird dort Spenden an die Gedenkstätte übergeben.

Dabei sind das Radteam mit Ulf Rogass, Jörg Kühn, Torsten Bierwisch, Holger Droste, Christian Rau, Henning Kuczewski, Philipp Krainick und Ulf-Christian Blume.

Diese Fahrer werden logistisch unterstützt vom Support-Team mit Oliver Pietsch, Manfred Schinke, Gerd Ohlendorf, Michael Kumpe, und Christian Ciecior.

Die Tour geht nonstop – das heißt, jeweils vier Radfahrer sind immer aktiv auf der Straße, während die jeweils anderen vier im Wohnmobil zum nächsten Wechselpunkt fahren.

Renate Wagner-Redding über die Brunswick Wheelers
Renate Wagner-Redding über die Brunswick Wheelers

An den Wechselpunkten startet das jeweils andere Team, die Ankommenden können etwas essen, die Kleidung wechseln und im Wohnmobil bis zum nächsten Wechselpunkt ausruhen. Die ersten beiden Etappen der gesamten Tour sind jeweils rund 120 Kilometer lang, die weiteren bis zum Ziel jeweils rund 100 Kilometer.

„Wir planen die Fahrt mit einem Stundenmittel von rund 25 Stundenkilometer in Abhängigkeit von der Witterung und den Straßenverhältnissen“, berichtet Teamchef Jörg Kühn. In Berlin ist ein Stop am Holocaust-Mahnmal, dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, geplant.

Das Spendenkonto: Friends For Life e.V., IBAN: DE81 2703 2500 0000 0028 00, Bankhaus Seeliger, Stichwort: memorial ride 2020.

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