Westand in Braunschweig: Wie kommt man hin? Wo kann man parken?

Braunschweig.  Das Kultur- und Veranstaltungszentrum am Westbahnhof hat drei Parkplätze. Bus und Bahn sind in der Nähe.

Im vorderen Teil mit der historischen Fassade befindet sich das Soziokulturelle Zentrum, dahinter (grau) der große Westand-Saal.

Im vorderen Teil mit der historischen Fassade befindet sich das Soziokulturelle Zentrum, dahinter (grau) der große Westand-Saal.

Foto: Cornelia Steiner

Das neue Kultur- und Veranstaltungszentrum Westand am Westbahnhof ist seit Kurzem am Start. Die ersten Künstler und Bands hatten ihre Auftritte, viele Gäste waren schon vor Ort. Sowohl die Westand GmbH als auch der Kufa-Verein sind erleichtert, dass es nun losgegangen ist – und sie sind zufrieden mit dem Auftakt.

Was aber einige Besucher nach der offiziellen Eröffnung vor einigen Tagen kritisierten, war die Verkehrssituation. Unser Leser Rainer Wichmann spricht zum Beispiel von einem Verkehrschaos, die Zufahrtsstraße sei ein Nadelöhr gewesen, weil am Rand überall Autos parkten: „Da ging zeitweise überhaupt nichts mehr vor oder zurück, dort wäre auch kein Rettungswagen mehr durchgekommen“, sagt er. „Das muss unbedingt noch verändert werden.“

An jenem Tag hatten zeitgleich zwei Veranstaltungen stattgefunden: Im vorderen Gebäudeteil wurde mit vielen Gästen das Soziokulturelle Zentrum eröffnet, und im großen Saal der Westand GmbH im hinteren Teil des Gebäudes spielte das Philharmonic-Volkswagen-Orchestra James-Bond-Filmmusik.

Autofahrer missachteten das Halteverbot

Auch die Verantwortlichen sehen hier und da durchaus noch Nachbesserungsbedarf. Westand-Geschäftsführerin Regina Marszalkowski-Wulf sagt: „Die grundsätzliche Verkehrssituation in der Straße Westbahnhof ist nicht optimal. Gegenverkehr ist bei einseitigem Parken aufgrund der Enge der Straße nicht möglich. Dies war bereits während der Bauphase ein Problem und konnte durch die eingerichteten Halteverbotszonen nur bedingt verbessert werden, weil einige Autofahrer leider diese Schilder missachten. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadt reagiert und ob eventuell weitere Halteverbotszonen eingerichtet werden.“

Die Stadtverwaltung teilte auf Anfrage mit, dass geprüft werden soll, wie sich die Abläufe verbessern lassen. Die Probleme vom Eröffnungstag seien bekannt. „Staus traten insbesondere nach dem Ende der Veranstaltungen auf, als die Besucher, die mit dem Auto angereist waren, den Bereich wieder verlassen wollten“, sagt Stadtsprecher Rainer Keunecke.

Das absolute Halteverbot vor dem Westand soll ihm zufolge den Verkehrsfluss sicherstellen – am Eröffnungstag sei es aber von mehreren Besuchern ignoriert worden. Die Folge: Die Autos konnten zeitweise nicht mehr aneinander vorbeifahren.

„In weiten Abschnitten der Straße am Westbahnhof und der abzweigenden Büchnerstraße dürfen Fahrzeuge am Fahrbahnrand abgestellt werden“, so Keunecke. „Wenn es erforderlich ist, werden aber weitere Halteverbote ausgewiesen werden müssen.“ Grundsätzlich seien derartige Probleme bei einem neuen Veranstaltungsort nicht unüblich – die Verkehrsabläufe müssten sich erst einspielen.

Jeweils 130 Stellplätze für Autos und Fahrräder

Insgesamt gibt es für das Kultur- und Veranstaltungszentrum 130 Auto-Stellplätze auf drei verschiedenen Parkplätzen. Zur Eröffnung waren diese noch nicht komplett ausgeschildert und wurden wahrscheinlich deswegen nicht vollständig genutzt. „Die Stadtverwaltung wird mit den Betreibern des Veranstaltungszentrums prüfen, die Ausschilderung zu verbessern und die Parkmöglichkeiten zum Beispiel im Internet darzustellen“, kündigt Keunecke an.

Die Stellplätze befinden sich gleich rechts neben dem Kultur- und Veranstaltungszentrum (Westbahnhof 14), ein paar Meter entfernt an der Büchnerstraße 19 sowie auf dem Gelände des Fruchthofes (Broitzemer Straße 202/202A). Außerdem gibt es direkt auf dem Westand-Gelände auch vier Behindertenparkplätze.

Radfahrer können das Kultur- und Veranstaltungszentrum sehr gut über das Ringgleis erreichen. Fahrradstellplätze stehen direkt auf dem Gelände zur Verfügung: vor dem historischen Giebel sowie gegenüber des Haupteingangs der Westand-Halle und auch auf der Rückseite des Gebäudes.

Laut der Stadtverwaltung sind insgesamt 130 Fahrradstellplätze vorgesehen – derzeit seien noch nicht alle aufgestellt.

Straßenbahn und Bus halten auf der Münchenstraße

Wer Bus und Bahn nutzen will, hat mehrere Möglichkeiten. Von der Straßenbahnhaltestelle „Am Jödebrunnen“ (Linien 3 und 5) auf der Münchenstraße läuft man in wenigen Minuten zum Westand.

Es gibt zwei Möglichkeiten, von der Münchenstraße hinterzugehen: Auf der südlichen Straßenseite führt eine Treppe direkt zum Skaterplatz, und auf der nördlichen Seite gibt es im Bereich der Broitzemer Straße eine Rampe nach unten. Außerdem kann man künftig auch neben der Tangente (A391) gen Süden laufen und dann links über Kontorhausweg und Pipenweg direkt zum Westand – diese Verbindung ist bislang allerdings noch nicht komplett fertiggestellt.

Seit dem Fahrplanwechsel am 3. Oktober ist außerdem die Buslinie 426 auf neuer Route zwischen Jödebrunnen und Kralenriede unterwegs. Ein- und Ausstieg befinden sich auf der südlichen Seite der Münchenstraße in Höhe der Straßenbahnhaltestelle. Wichtig: Die Busse fahren dort nur montags bis freitags, und der letzte Bus startet kurz nach 20 Uhr am Jödebrunnen – für Besucher von Abend- und Wochenendveranstaltungen ist diese Linie also nicht geeignet.

Weitere Busanbindungen gibt es am Cyriaksring, der fußläufig gut zu erreichen ist, und an der Hugo-Luther-Straße.

„Ein Ort, an dem sich alle treffen können“

Regina Marszalkowski-Wulf ist guter Dinge, dass sich alles positiv entwickeln wird – auch die Verkehrsfrage. „Entscheidend ist, dass wir den Bürgern der Stadt mit der Errichtung dieser Halle jetzt endlich einen neuen Anlaufpunkt bieten können, der viele Jahre gefehlt hat.“

Auch Markus Wiener vom Kufa-Vorstand sagt: „Das wird alles noch. Wir müssen da pragmatisch rangehen. Es ist erstmal großartig, dass wir am Start sind.“ Das Soziokulturelle Zentrum schließe eine große Lücke. „Der Bedarf ist riesig, das haben schon die ersten Tage deutlich gezeigt“, sagt er. „Unser Vereinsname Kufa steht ja für ,Kultur für alle’, und genau darum geht es. Hier ist ein Ort entstanden, an dem sich alle treffen können: Selbsthilfegruppen, Briefmarkenfreunde, Yogagruppen und viele andere.“

Fakten

Die Westand GmbH hat das Kultur- und Veranstaltungszentrum Westand am Westbahnhof gebaut.

Einen Saal für bis zu 800 Besucher betreiben die Investoren selbst im hinteren Gebäudeteil. Infos: www.westand.de

Das Soziokulturelle Zentrum „Kufa-Haus“ befindet sich im vorderen Gebäudeteil. Betrieben wird es vom Verein „Kultur für alle“ (Kufa) im Auftrag der Stadt. Die Stadt zahlt die Miete und auch die Betriebskosten für diesen Bereich, zu dem unter anderem ein Saal für bis zu 300 Gäste gehört. Infos: https://kufa.haus

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