Startschuss für Quartier „Berliner Straße“ in Braunschweig

Braunschweig.  Auf dem früheren Praktiker-Gelände entsteht das erste Wohngebäude. Weitere folgen bis Mitte 2021.

So sehen die Wohnhäuser in dem Quartier aus.

So sehen die Wohnhäuser in dem Quartier aus.

Foto: Kappe Development GmbH

Über dem früheren Praktiker-Gelände drehen sich die Baukräne. Das rund 20.000 Quadratmeter große Areal an der Ecke Kurzekampstraße nimmt allmählich Form an. Der Rohbau eines mehrgeschossigen Parkhauses für rund 300 Autos steht.

78 Millionen Euro

Jetzt folgte im „Quartier Berliner Straße“, so heißt das Gebiet, der Baustart für die ersten Wohngebäude mit rund 100 Wohneinheiten und einem Biomarkt. Bis Mitte 2021 will die Kappe Projektentwicklung GmbH aus Braunschweig dort 250 bis 300 Wohnungen bauen. Das Investitionsvolumen beläuft sich Unternehmensangaben zufolge auf rund 78 Millionen Euro.

Außerdem sind auch Büros und ein Boardinghouse mit knapp 120 Betten geplant. Ein Blockheizkraftwerk soll das Quartier mit Wärme und Strom versorgen.

Unterschiedliche Wohnformen

Laut Unternehmenssprecherin Irmelin Ehrig hat die Kappe Projektentwicklung GmbH das Areal für unterschiedlichste Wohnformen konzipiert und in eigener Verantwortung realisiert. Nach erfolgreichen Verkaufsverhandlungen stehen zunächst die Häuser C, D und E im Fokus des Großprojekts, die von der Catella Residential IM GmbH für ein kommunales Versorgungswerk aus Süddeutschland erworben wurden. „In den drei Gebäudekomplexen entstehen rund 100 Wohnungen in verschiedenen Größen, davon 27 als Sozialwohnungen.“

Im Erdgeschoss des Hauses C, direkt an der Berliner Straße, sei eine Gewerbefläche mit rund 730 Quadratmetern für einen Denn‘s-Biomarkt vorgesehen, teilt das Unternehmen mit. Ein langjähriger Mietvertrag mit dem Betreiber sei bereits unterzeichnet worden.

Ein besonderes Augenmerk verdienten die bis zu 190 Mikro-Apartments, so Sprecherin Irmelin Ehrig. „Sie haben nur wenige Quadratmeter Wohnfläche, sind aber so gut geschnitten, dass ein gutes Raumgefühl entsteht. Der Vorteil ist: Die Miete ist gering.“

Wohnraum für unterschiedliche Nutzungen und Einkommensklassen – das ist das Konzept, dem der Rat der Stadt im Herbst vergangenen Jahres zugestimmt hatte. „Es entstehen insgesamt ca. 238 klassische Mietwohnungen, die vorrangig an institutionelle Anleger veräußert werden. Aber auch ein Verkauf einzelner Wohnungen eines Hauses im Quartier ist angedacht. Alle Wohnungen sind optimiert konzipiert und verfügen über kompakte, praktikable Grundrisse zwischen 22 und 96 Quadratmeter. Wichtig ist uns, eine hohe Wohnqualität zu bieten, die auch für mittlere und niedrige Einkommen erschwinglich ist. Außerdem werden wir einen Anteil von 20 Prozent an preisgebundenem Wohnraum schaffen.“, erläutert Hendrik Kappe, Geschäftsführer der Kappe Projektentwicklung.

Bis Ende 2020 bezugsfertig

Alle Wohnungen sollen bis zum Ende des Jahres 2020 bezugsfertig sein. „Wir setzen auf eine vielfältige Nutzungsstruktur, damit ein lebendiges Stadtviertel wächst, in dem ganz unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt werden: lebenswerter Wohnraum für Singles, Auszubildende, Senioren, Studierende, Familien und Geschäftsleute“, so Hendrik Kappe. Städtebaulich ist ein locker versetzter Riegelbau entlang der Berliner Straße und der Kurze- kampstraße vorgesehen, der bei der Fassadengestaltung an die regionale Klinkerbauweise angelehnt ist.

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