Verdi kritisiert Vermietung der VW-Halle für AfD-Bundesparteitag

Braunschweig.  Die Gewerkschaft fordert, der Termin müsse verhindert werden. Und was sagt der Betreiber dazu – die Stadthallen-Betriebsgesellschaft?

Am 30. November und 1. Dezember wird der AfD-Bundesparteitag in der Braunschweiger VW-Halle stattfinden.

Am 30. November und 1. Dezember wird der AfD-Bundesparteitag in der Braunschweiger VW-Halle stattfinden.

Foto: Dieter Heitefuß / Archiv

Zum geplanten Bundesparteitag der AfD Ende November in der VW-Halle hat sich am Dienstag der Bezirksgeschäftsführer der Gewerkschaft Verdi, Sebastian Wertmüller, zu Wort gemeldet. In einer Pressemitteilung schreibt er: „Ich verstehe nicht, warum der Betreiber, die Stadthallen-Betriebsgesellschaft, nicht alles versucht, einen derartigen Termin zu verhindern.“ Die Außenwirkung sei verheerend. Es handele sich um eine Zumutung für die Stadt sowie für Kunden und Gäste der VW-Halle. Das Ganze sei eine Schande.

„Die AfD ist nicht nur unappetitlich, sondern mit Blick auf das demokratische Gemeinwesen gemeingefährlich“, so Wertmüller. Die Stadthallen-Betriebsgesellschaft müsse schnell klären, „wie der blaubraune Haufen vor die Tür gesetzt werden könne“.

Stephan Lemke, Geschäftsführer der Stadthallen-Betriebsgesellschaft, sagte dazu auf Nachfrage unserer Zeitung: „Wir sind ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt Braunschweig und unterliegen damit als öffentlich-rechtliches Unternehmen dem sogenannten Kontrahierungszwang. Das heißt: Wir sind verpflichtet, allen rechtsstaatlichen, nicht verbotenen Parteien Räumlichkeiten zu vermieten. Das müssen wir nicht in jedem Fall gut finden, aber wir müssen professionell arbeiten. Bei uns sind alle herzlich willkommen, solange sie sich rechtsstaatlich verhalten – das beweisen wir jeden Tag.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (10)