Straßenmusik in Braunschweig: Mehr als 200 Künstler in der City

Braunschweig.  Beim „Buskers“ lag wieder Musik in der Luft. Die gesamte Innenstadt wurde zum vierten Mal zu einer außergewöhnlichen Bühne.

Die Gruppe "Faela!" aus Schweden begeistert die Zuschauer vor der Buchhandlung Graff mit Latin-Klängen.

Die Gruppe "Faela!" aus Schweden begeistert die Zuschauer vor der Buchhandlung Graff mit Latin-Klängen.

Foto: Cornelia Steiner

Wenn sich Musiker aus Australien, Schweden und Argentinien in der Braunschweiger Innenstadt treffen und hier neben Bands aus Leipzig, Gifhorn und Köln spielen, dann kann nur eines sein: Straßenmusik-Festival. Zum vierten Mal fand das „Buskers“ am Wochenende statt. Und zum vierten Mal hat Organisatorin Beate Wiedemann wieder Künstler aus der ganzen Welt geholt. Mehr als 200 waren es – aus 17 Nationen. Neben Musik präsentierten sie an den beiden Tagen von mittags bis in den Abend hinein unter anderem auch Artistik und Clownerie.

Viele Besucher sind inzwischen schon Buskers-Stammgäste, ziehen von einer Gruppe zur nächsten und lassen sich mitreißen. Etliche hatten sich mit Stimmzetteln ausgerüstet, um ihre Favoriten nach vorn zu bringen. Auf den ersten Platz kam die Band „Ramm Tamm Tilda“ aus Erfurt. Zweiter wurde die Gruppe „Tribubu“ aus Spanien, an dritter Stelle landeten „B and the Rattlesnakes“ aus Gifhorn. Auf Platz vier wählten die Besucher die Tanzcrew „Surprise Effect“ aus Frankreich, und auf den fünften Platz kam die Singer/Songwriterin Susana Silva aus Großbritannien.

Straßenmusik-Festival Buskers in Braunschweig
Straßenmusik-Festival Buskers in Braunschweig

Beate Wiedemann jubelte am Sonntag: „Das ist die bisher erfolgreichste Veranstaltung. Viele Besucher haben Festivalbändchen für 5 Euro gekauft – das zeigt eine große Wertschätzung. Und die Musiker sagen mir immer wieder, wie toll das Publikum hier ist. Da gibt es Künstler, die reisen 15 Stunden lang mit dem Auto aus Italien an, weil sie hier so gern Musik machen.“ Wie immer haben die Künstler keine Gage erhalten, sondern gegen eine Hut-Spende gespielt. Wiedemann und ihr Team erstatten ihnen die Kosten für Anreise und Unterkunft. „Wir haben viele kleine Sponsoren“, sagt sie. „Aber uns fehlt noch ein Hauptsponsor, der es auch ermöglicht, Werbung nach außen zu tragen. Wir sind immerhin das einzige Straßenmusik-Festival in Norddeutschland, bei dem die Künstler so einen direkten Kontakt mit dem Publikum haben.“

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