Stadt stärkt die sexuelle Emanzipation

Braunschweig.  Sozialdezernentin Christine Arbogast kündigt eine Anlaufstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Intersexuelle an.

Der Verein für sexuelle Emanzipation macht sich mit dem Sommerlochfestival stark für die gesellschaftliche und politische Gleichstellung sowie Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen. Hier ein Demonstrationszug durch die Innenstadt.

Der Verein für sexuelle Emanzipation macht sich mit dem Sommerlochfestival stark für die gesellschaftliche und politische Gleichstellung sowie Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen. Hier ein Demonstrationszug durch die Innenstadt.

Foto: Peter Sierigk

Die Stadt Braunschweig sucht eine Koordinatorin oder einen Koordinator für das Themenfeld Lesben, Schwule, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle Menschen. Es soll eine verlässliche Ansprechstelle für Anliegen rund um das Thema sein – innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung. „Die neue Stelle soll aber auch Öffentlichkeitsarbeit leisten, soll die Gesellschaft für das Thema sensibilisieren, soll Ängste nehmen und aufklären“, erläutert Braunschweigs Sozialdezernentin Christine Arbogast auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir brauchen einen entspannten Umgang mit dem Thema“, betont die Dezernentin.

Die Community der Betroffenen habe für die Stelle gekämpft, erklärt sie. Nun sei sie für den Haushalt 2019 bewilligt. Es soll eine Teilzeitstelle mit 19,5 Stunden eingerichtet werden. Sobald die Haushaltsfreigabe erfolgt sei, werde die Stelle ausgeschrieben.

In Braunschweig macht sich vor allem der Verein für sexuelle Emanzipation stark für die gesellschaftliche und politische Gleichstellung sowie Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen. Einen Runden Tisch zu dem Thema gebe es schon lange, so Christine Arbogast. Dort säßen unter anderem der Leiter des Sozialreferats, Vertreter des Vereins für sexuelle Emanzipation sowie Mitglieder der Ratsfraktionen.

Die Stadt Braunschweig liege mit der Einrichtung einer solchen Stelle in der Bundesrepublik weit vorne. Es gebe nur wenige Kommunen, die ein solches Angebot vorhielten.

Erst jüngst zeigte die Ausstellung „We are Part of Culture“ im Hauptbahnhof die Vielfältigkeit sexueller Identität, von Liebe und Körperlichkeit. Die Ausstellung zeigte 30 Porträts von LGBTTIQ-Persönlichkeiten (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Intersex und Queer). Darunter weltberühmte Menschen wie Freddie Mercury, Leonardo da Vinci, Marlene Dietrich und Florence Nightingale. Dezernentin Arbogast hatte zur Eröffnung betont, dass die die Porträtierten Großartiges für die Welt geleistet hätten und appelliert: „Schauen wir auf das, was uns als Menschen verbindet, und nicht auf das Ausgrenzende!“

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