Neuer Takt für Braunschweigs Busse und Straßenbahnen

Braunschweig.   Im Oktober wird eine neuer Fahrplan eingeführt. Alle Abfahrtzeiten werden sich ändern.

Braunschweigs Busse und Straßenbahnen sollen ab Oktober einen ganz neuen Fahrplan erhalten.

Braunschweigs Busse und Straßenbahnen sollen ab Oktober einen ganz neuen Fahrplan erhalten.

Foto: Peter Sierigk

Nach elf Jahren der Optimierung bekommt Braunschweig einen ganz neuen Fahrplan. Ab Oktober werden Busse und Trams nach neuen Takten und zu anderen Zeiten fahren. Stadtverwaltung und Verkehrs-GmbH haben nun die Grundzüge der Veränderung erklärt.

Bereits am Dienstag wurde nichtöffentlich der neue Fahrplan den Mitgliedern von Bezirksräten und Rat der Stadt vorgestellt. Im März wird die öffentliche Diskussion beginnen, denn es geht um unzählige Veränderungen.

Die größten Veränderungen erfolgt dort, wo es auch in Zukunft die größten Veränderungen geben soll ­– bei der Stadtbahn: Der 10-Minuten-Takt auf den Linien 1,3 und 5 wird abgeschafft und durch einen 15-Minuten-Takt ersetzt. So fahren bereits die Linien 2 und 4. Die Erklärung: 10- und 15-Minuten-Takt lassen sich schlecht koordinieren. Das sei einer der Gründe dafür, dass zum Beispiel mehrere Straßenbahnen sich am Rathaus gegenseitig blockieren, sagt Verkehrs-GmbH-Leiter Jörg Reincke.

Weil ein 15-Minuten-Takt jedoch nicht ausreicht, um alle Fahrgäste zu transportieren, werden auf den Linien 1 und 3 Verstärkungslinien eingerichtet. Auf der Linie 1 wird die Verstärkerlinie die Nummer 10 tragen. Die Verstärkerlinie auf der Linie 3 wird nicht besonders benannt.

Diese Bahnen werden nur von Montag bis Freitag fahren. In der Kombination mit anderen Tramlinien stellt sich am Ende ein 5-Minuten-Takt in der Innenstadt dar.

Ungewollt ist die Taktverdichtung in Volkmarode. „Weil wir noch keine Wendeschleife an der Querumer Straße haben, können die Trams erst in Volkmarode wenden“, so Reincke.

Eine spürbare Veränderung wird es auch beim Busverkehr auf dem Ring geben. Dort kreisen bislang die Busse der Linie 419 und 429. Problem, so Reincke: „Mehr Fahrten auf dem gesamten Ring lohnen sich nicht, weil nur wenige Fahrgäste im Gebiet Theodor-Heuss-Straße zu- oder aussteigen.“ Stattdessen wird es eine Ergänzung durch die Linie 426 geben. Sie wird an der Hamburger Straße auf den Ring einbiegen und über Arbeitsagentur in Richtung Weststadt zur neuen Endstation am Großmarkt fahren.

Der nordöstliche Teil des Rings wird von der Linie 436 bedient, die über Hauptbahnhof, Ring, Hans-Sommer-Straße zum Flughafen zukünftig im 15-Minuten-Takt fährt.

Die Verkehrs-GmbH rechnet damit, dass die besseren Bus- und Tram-Verbindungen für jährliche Mehrkosten von etwa einer Million Euro sorgen. Weil der neue Fahrplan für 300.000 Fahrkilometer zusätzlich sorgt, werden vier zusätzliche Busse gekauft. Bereits im März wird die Planung in den Bezirksräten vorgestellt. Veränderungswünsche werden anschließend eingebaut. Im Mai soll der neue Fahrplan dann im Planungsausschuss vorgestellt und vom Verwaltungsausschuss beschlossen werden. Ende August sollen dann Fahrpläne mit Abfahrt- und Ankunftszeiten vorliegen. Am 3. Oktober soll der neue Fahrplan in Kraft treten. Über große Änderungen im Busverkehr berichten wir in der Ausgabe morgen.

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