Mehr als 200 Feuerwehr-Einsatzkräfte bei Großübung in Watenbüttel

Braunschweig.   Die Szenarien: Sie retten Menschen aus verunfallten Autos, schützen sie vor Feuer und bergen Verletzte aus einem Silo und einem Klärbecken.

Eines der Einsatzszenarien: Zwei Autos sind in einen Unfall verwickelt und an einem Hang auf dem Dach beziehungsweise auf der Seite zum liegen gekommen.

Eines der Einsatzszenarien: Zwei Autos sind in einen Unfall verwickelt und an einem Hang auf dem Dach beziehungsweise auf der Seite zum liegen gekommen.

Foto: Feuerwehr Braunschweig

Die „Schauspieler“ der Feuerwehr Braunschweig hatten am Samstagmorgen gut zu tun: Die 20 Kameraden der Übungsdarstellungsgruppe mussten für eine Großübung vier Szenarien vorbereiten. Fast 200 Feuerwehrleute waren im Klärwerk Steinhof und im Abfallentsorgungszentrum in Watenbüttel im Einsatz – 173 von der Feuerwehrbereitschaft Braunschweig sowie 23 Feuerwehrleute aus Osterode am Fallstein (Sachsen-Anhalt). Unterstützung kam auch von der Johanniter-Unfallhilfe.

Wie Feuerwehr-Pressesprecher Jens Lehmann mitteilt, galt es im ersten Übungsfall ein Feuer in einem Betriebsgebäude auf dem Gelände der Abfalldeponie zu bekämpfen. Fünf Personen waren in Lebensgefahr. „Erschwerend kam hinzu, dass in der Nähe der Übungsstelle keine Wasserversorgung vorhanden war, so dass Wasser aus dem Mittelkanal entnommen und mit Tanklöschfahrzeugen an die Einsatzstelle transportiert werden musste“, so Lehmann.

Ein paar Meter entfernt das zweite Szenario: Zwei Autos waren in einen Unfall verwickelt und an einem Hang auf dem Dach beziehungsweise auf der Seite zum liegen gekommen. Hier mussten drei Personen mit hydraulischem Rettungsgerät aus den Fahrzeugen gerettet werden.

Die dritte Übung: Ein Mitarbeiter des Klärwerks war beim Arbeiten in ein Klärbecken gefallen und hatte schwere Verletzungen erlitten. Eine zweite Person war auf einem Silo verunfallt. Beide musste so schonend wie möglich gerettet werden.

Beim vierten Einsatzszenario wurde ein Feuer in einer Lagerhalle des Klärwerks angenommen. „Aufgrund des Feuers war es drei Mitarbeitern nicht mehr möglich, einen unterirdischen Kanal, der zu Ausbildungszwecken genutzt wird, zu verlassen“, erläutert Lehmann. „Hier mussten die Feuerwehrkameraden zunächst den Zugang zum Kanal finden und dann die Rettung der drei Übungsdarsteller durchführen.“

Den Einsatz der sieben Lösch- und Fachzüge koordinierte Bereitschaftsführer Karsten Appel zusammen mit der Führungsgruppe der Feuerwehrbereitschaft. „Die Einheiten der Feuerwehrbereitschaft Braunschweig werden überörtlich innerhalb Niedersachsens oder auch in anderen Bundesländern eingesetzt. Daher war es das Ziel der heutigen Übung, die Zusammenarbeit mehrerer Züge und auch das Zusammenspiel mit einer Einheit aus einem anderen Bundesland zu üben“, erklärt Appel.

Beobachtet wurden die Übungen auch von Stadtbrandmeister Ingo Schönbach und seinem Stellvertreter Stephan Kadereit. „Die Feuerwehr der zweitgrößten Stadt Niedersachsens steht natürlich jederzeit für Einsätze auch in anderen Bundesländern, wie zuletzt in Brandenburg, zur Verfügung“, so Schönbach. „Damit dabei alles im Zusammenspiel reibungslos läuft, sind solche Übungen wichtig. Auch die anspruchsvollen Übungen des heutigen Tages haben gezeigt, dass die Feuerwehrbereitschaft Braunschweig jederzeit alarmierbar ist.“

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