Eine Politische Mittagspause zum Grundgesetz

Braunschweig  Das Forum für Demokratie diskutiert mit Bürgern vor dem Rathaus. Die Grundrechte gibt’s sogar auf Arabisch.

Die Koordinatorin der „Politischen Mittagspause“, Gizem Öztoprak (vorn), mit Teilnehmern des Projekts „Perspektiven für Flüchtlinge“ der Handwerkskammer und deren Betreuern Christian Waupke (Zweiter von links) und Mouna Manoubi (Zweite von rechts).

Die Koordinatorin der „Politischen Mittagspause“, Gizem Öztoprak (vorn), mit Teilnehmern des Projekts „Perspektiven für Flüchtlinge“ der Handwerkskammer und deren Betreuern Christian Waupke (Zweiter von links) und Mouna Manoubi (Zweite von rechts).

Foto: Ida Wittenberg

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet. Zum 69. Mal wurde dieser Tag am Mittwoch gefeiert – auch in Braunschweig. Das Forum für Demokratie hatte zur „Politischen Mittagspause“ eingeladen: Auf dem Platz der Deutschen Einheit konnten die Bürger an diesem Tag über demokratische Errungenschaften diskutieren und nachdenken.

Es sind nicht Hunderte, die an den Tischen vorm Rathaus stehen bleiben, aber hier und da entwickeln sich Gespräche.

Mouna Manoubi zum Beispiel ist ganz gezielt mit Teilnehmern aus ihrem Projekt „Perspektiven für junge Flüchtlinge“ der Handwerkskammer gekommen. „Mir war wichtig, dass die Flüchtlinge mehr über unser Grundgesetz erfahren und ein politisches Interesse entwickeln“, sagt die 32-Jährige. „Es ist super, dass das Grundgesetz hier sogar auch auf Arabisch verteilt wird.“

Um mit den Bürgern zu sprechen, sind Mitglieder des Forums für Demokratie dabei. Dazu gehören der Zentralrat der Muslime, die Freiwilligenagentur, der Jugendring und das Haus der Kulturen, aber auch einige Politiker sind mit von der Partie.

Bürgermeisterin Annegret Ihbe (SPD) sagt: „Mir ist besonders Artikel 3 des Grundgesetzes wichtig – Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Eine Botschaft, die ich verbreiten möchte.“

Auch Gizem Öztropak (26), Koordinatorin der „Politischen Mittagspause“ und Projektkoordinatorin für das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ in Braunschweig, betont: „Im Fokus steht die Gleichberechtigung. Deswegen verteilen wir hier auch das Grundgesetz, damit es vielen Menschen zugänglich wird.“

Auch die Kleinsten werden an diesem Tag einbezogen: Pappwürfel, gestaltet von Kindern in Jugendzentren, sind auf dem Platz verteilt. Darauf liest man „Recht auf Bildung“ oder „Recht auf Freizeit“.

Monika Schlegel, Jugendreferentin der Stadt, sagt: „Es ist toll zu sehen, dass auch die Kleinsten schon wissen, was ihnen wichtig ist.“

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