Baubeginn für 250 Wohnungen beim Ex-Praktiker in 2019

Braunschweig  An der Berliner Straße in Braunschweig sollen vor allem Mikroappartements entstehen. Der Bebauungsplan-Entwurf wird in Kürze ausgelegt.

So könnte das „Quartier Berliner Straße“, wie Investor Hendrik Kappe es nennt, künftig aussehen. Neben Wohnhäusern sollen unter anderem auch ein Boardinghouse und ein Biomarkt entstehen. Visualisierung: KAPPE Projektentwicklung GmbH

So könnte das „Quartier Berliner Straße“, wie Investor Hendrik Kappe es nennt, künftig aussehen. Neben Wohnhäusern sollen unter anderem auch ein Boardinghouse und ein Biomarkt entstehen. Visualisierung: KAPPE Projektentwicklung GmbH

Schon vor etlichen Monaten ist der leerstehende Ex-Praktiker-Baumarkt an der Berliner Straße abgerissen worden. Die Fläche wartet darauf, bebaut zu werden. Investor Hendrik Kappe plant dort ein neues Quartier. Der Baubeginn soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 erfolgen, wie er auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt.

Die Planung seitens der Stadt geht voran: Der Entwurf des Bebauungsplans liegt jetzt vor und soll öffentlich ausgelegt werden. Über die Auslegung beraten in den nächsten Wochen der Stadtbezirksrat Wabe-Schunter-Beberbach und der Planungs- und Umweltausschuss, Anfang Juni entscheidet der Verwaltungsausschuss.

Dem Bebauungsplan zufolge können auf dem Gelände bis zu 300 Wohnungen entstehen. Kappe geht zurzeit von 250 aus. Außerdem sollen Büros hinzukommen, ein Boardinghouse und ein Biomarkt. Die gewerblichen Nutzungen sind entlang der Berliner Straße geplant. Dort werden die Häuser fünf bis sieben Geschosse haben. Im hinteren Bereich sind laut Entwurf dreigeschossige Wohnhäuser geplant. An den Bahngleisen soll eine mehrgeschossige Parkpalette gebaut werden. Rund 65 Prozent der Wohnungen werden kleiner als 40 Quadratmeter sein, also Ein- bis Zweizimmerwohnungen, sogenannte Mikroappartements.

Wie Kappe bereits im vergangenen Jahr erläuterte, sollen die Wohnungen in erster Linie an Kapitalanleger verkauft werden, die sie anschließend vermieten. Potenzielle Mieter seien neben Alleinstehenden und Älteren vor allem Studenten, immerhin ist die TU nicht weit entfernt. 20 Prozent der Wohnungen sollen Sozialwohnungen sein.

Das neue Quartier hat mit Blick auf die verkehrliche Anbindung sehr gute Voraussetzungen: Die Autobahn ist schnell erreicht, ebenso die Innenstadt. Bus und Straßenbahn halten vor der Haustür, das Ringgleis wird künftig direkt vorbeiführen, und der Bahnhof Gliesmarode wird ab 2019 modernisiert und erhält ein ganz neues Umfeld.

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