Mit dem Roboter auf die Straße

Braunschweig  Schüler lernen im Familienzentrum Spatz 21 spielerisch mit Lego das Programmieren.

Software-Entwickler Tim Winselmann im Familienzentrum Spatz 21 mit (von links) Charlotte (13), Christine (13), Michael (10) und Simon (11) beim Programmieren von Lego-Robotern.

Software-Entwickler Tim Winselmann im Familienzentrum Spatz 21 mit (von links) Charlotte (13), Christine (13), Michael (10) und Simon (11) beim Programmieren von Lego-Robotern.

Foto: Karsten Mentasti

Ein blauer und ein roter Klebestreifen an den Seiten, in der Mitte eine weiße Folie. Diese „Straße“ sollten Lego-Autos erkennen und den Weg finden, immer den weißen Streifen entlang.

Den Trick verrät Software-Entwickler Tim Winselmann von der Braunschweiger Software-Firma Bredex: „Über Farbsensoren erkennen die Lego-Roboter, ob sie auf den blauen oder roten Streifen geraten und geben dann an die Motoren Lenk-Impulse.“

Das programmieren Schüler zwischen 10 bis 15 Jahren während eines viertägigen Programmierkurses im Kinder- und Familienzentrum Spatz 21 an der Kälberwiese. „Wir bieten solche Kurse mit Lego-Robotern auch für Führungskräfte an, die entwickeln dabei genau so einen Ehrgeiz wie die Kinder“, sagt Winselmann.

Bei den Erwachsenen heißt das Teambildungsmaßnahmen, bei den Schülern, die im Familienzentrum zusammengekommen sind, soll der Spaß am Programmieren geweckt werden. „Die Teamarbeit funktioniert gut“, beschreibt Gabriel (13). Gerade treten die Schüler in Teams an. Gesucht wird die Truppe, die den Roboter in den Lego-Autos am geschicktesten programmiert. „Anfangs versuchen alle, das Auto möglichst schnell fahren zu lassen“, so Winselmann, „später merken sie dann, dass es mehr auf Präzision statt auf Tempo ankommt.“

„Am ersten Tag haben wir die Programmiersprache Java kennengelernt, schon bald konnten wir die Grundlagen immer besser anwenden“, sagt Gabriel. Christina (13) hatte schon erste Programmiererfahrungen an ihrem Gymnasium gemacht, „aber das war nur für Anfänger“. Im Spatz 21 ist sie jetzt einen wesentlichen Schritt weitergekommen.

„Von der Telekom-Stiftung haben wir 5500 Euro erhalten und konnten damit Laptops zum Programmieren, Beamer und Leinwand für den Kursus anschaffen“, berichtet Familienzentrums-Leiterin Maren Kaul, demnächst sollen weitere Angebote für Kinder und Jugendliche folgen. Die Kosten für die Kursleiter haben sich das Familienzentrum und die Firma Bredex diesmal geteilt.

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