Ringgleis – Und so geht es 2018 weiter

Braunschweig  Der Rundweg erreicht den Östlichen Ring. Neue Strecken werden künftig asphaltiert.

Blick auf das Ringleis am Westbahnhof. Hier soll demnächst nachasphaltiert werden.Foto: Stadt Braunschweig

Blick auf das Ringleis am Westbahnhof. Hier soll demnächst nachasphaltiert werden.Foto: Stadt Braunschweig

Neues vom Ringgleis, dem im Bau befindlichen 19 Kilometer langen Radweg-Gürtel rund um die Stadt, der Ende 2019 fertiggestellt werden soll. In diesem Jahr soll er weiter wachsen – von 8 auf 12 Kilometer – und das Östliche Ringgebiet erreichen.

Und schon geht der Blick voraus: zur Frage der späteren Nutzung und Ausgestaltung des Ringgleises nämlich. Dazu wird es im Herbst einen Workshop geben, an dem neben Stadtplanern auch Bürger ihre Ideen einbringen können. Der Workshop findet Ende Oktober/Anfang November statt.

Worum geht es?

2011 hatte der Rat der Stadt eine Nachnutzung der alten Bahnanlagen und des Gleisrings um die Stadt herum zu entwickeln: durch einen die Stadt umschließenden, grünen Freiraumring von hohem Naherholungs- und Freizeitwert, mit Rad- und Fußweg. Das Ziel: außerhalb des wilhelminischen Ringes liegende stadtbedeutsame Freiräume zu einem zusammenhängenden Freiraum zu entwickeln. Er soll die Möglichkeit bieten, die Stadt abseits der vielbefahrenen Verkehrswege rad- und fußläufig zu erfahren und zu umrunden.

„Das Ringgleis soll zu einem prägenden Markenzeichen entwickelt werden und zu einem eigenen Stadtraum“, hieß es dazu bei der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Ringgleis im Rathaus. An Lehrpfade sei gedacht, an Events und andere Ideen, um einzelne Stadtquartiere aufzuwerten.

Wo hakt es?

Die Klagen über den teils schlechten Belag des Ringgleis-Weges im Westen reißen nicht ab. Vor allem am Westbahnhof gibt es anhaltendem Regen schwierige Verhältnisse. Ein Radfahrer monierte, es sei „teilweise fast schon eine Schlammschlacht“. Andere stimmten zu.

Die anwesenden Ringgleis-Planer erklärten dazu, man habe an der Stelle bewusst auf Asphalt verzichtet, um bei den Radfahrern das Tempo rauszunehmen. Auf der dortigen wassergebundenen Mineraldecke könne man nicht so schnell fahren. Gleichwohl warte man nun auf EU-Fördermittel, um nachzuasphaltieren.

Thema: Asphalt

Auf Asphalt rollen Räder besser. Nachteil: Sie sind deutlich – mehr als 100 Prozent – teurer als wassergebundene Decken. Zudem hätten Asphaltdecken nur eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren, danach müssten sie komplett erneuert werden. Das müssten wassergebundene Decken nicht.

Die gute Nachricht: Die Stadt werde bereits fertiggestellte Teilstücke später einmal nachasphaltieren, wenn Geld hierfür vorhanden sei. Anders bei den noch nicht fertiggestellten Teilstücken. Hier werde nur noch asphaltiert.

Wie geht es weiter?

Dazu hieß es vor dem Arbeitskreis Ringgleis, im Süden seien Ende der Woche die Bauarbeiten am Teilabschnitt A 391 – Kennelweg (Echobrücke) fortgesetzt worden. Hier entsteht die wichtige Anbindung an den Weser-Harz-Heide Radweg, das Kennelbad und das Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Braunschweig.

– Die Rampe zum Kennelweg werde in den nächsten zwei Wochen gepflastert und sie erhalte anschließend ein Geländer. In seitlichen Einbuchtungen würden blau-gelbe Bänke („Eintracht-Logen“) zum Verweilen aufgestellt, mit Blick auf den Kennel.

– Im Norden, zwischen Hasenwinkel und Reiherstraße, werden die im Winter unterbrochenen Pflasterarbeiten fortgesetzt.

– Zwischen Hamburger Straße und Nordbahnhof werden Stauden gepflanzt und eine Kirsche am Mittelweg.

– Probleme mit der neuen wassergebundenen Decke gibt es zwischen Luftschifferweg und Bültenweg. Die Baufirma solle hier nachbessern, fordert die Stadt.

– Als problematisch erweist sich das Teilstück zwischen Beethovenstraße und Abtstraße, es führt – mit einem kleinen nördlichen Schlenker – über TU-Gelände. Dort werde jedoch derzeit ein Gebäude errichtet. Deshalb müssten die Radwegarbeiten noch warten.

– Spannend wird es im Osten. Dort starten Ende des Jahres die Arbeiten an der Trasse zwischen Hans-Sommer-Straße und Ebertallee. Wie es von dort aus aber weitergehen könnte, dazu soll es demnächst einen Ortstermin geben. Vier Varianten haben die Ringgleis-Planer erarbeitet. Die Bürger sollen mitentscheiden.

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