Volksbank plant ein drittes Hochhaus im Brawo-Park

Braunschweig  Angesichts der hohen Nachfrage nach Büroräumen soll das Gebäude 18 Geschosse haben. Die Fassade soll sich an den anderen zwei Hochhäusern orientieren.

Der Brawo-Park am Hauptbahnhof soll vervollständigt werden. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist der Bau eines weiteren Hochhauses vorgesehen. Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg will damit die Lücke zwischen der „Toblerone“ und dem höchsten Büroturm der Stadt schließen.

Dieses Projekt habe bislang auf Eis gelegen, da der Bedarf an Büroräumen noch nicht abschließend bewertet werden konnte, so die Volksbank. Das Unternehmen hatte zunächst das ehemalige Posthochhaus saniert, also das als Toblerone bekannte Business-Center I. Danach folgte der Bau des 70 Meter hohen Business-Centers II und des Shoppingcenters. Beide wurden Ende 2015 eröffnet. Ein Jahr später kam schließlich noch das Intercity-Hotel mit rund 170 Zimmern hinzu.

Business-Center III soll größer werden, als einst geplant

Die Volksbank spricht von einer Gesamtinvestition von rund 130 Millionen Euro auf dem früheren Postgelände. Angesichts der zurzeit hohen Nachfrage nach Büroräumen soll nun das Business-Center III realisiert werden, und zwar deutlich größer als anfangs geplant. Das Konzept sieht einen viergeschossigen Gebäuderiegel vor, aus dem im hinteren Bereich ein Hochhaus mit 18 Geschossen erwächst, deutlich zurückgesetzt vom Willy-Brandt- Platz. Auch eine Tiefgarage ist geplant.

„Die ersten Überlegungen gingen von einem quadratischen Turm als Abschluss des Sockelbaus aus“, heißt es in der Konzeptplanung der Volksbank Brawo-Projekt GmbH. „Die Massivität und die mangelnde Bindung zum Sockel führten aber zu Überlegungen, das Volumen in zwei gegeneinander versetzte Scheiben mit etwas unterschiedlicher Höhe zu gliedern.“ Die Gestaltung der Fassade werde sich an den beiden bestehenden Hochhäusern orientieren.

Caféteria, Kundehalle, Büros und Konferenzräume

In den Sockelgeschossen kann sich die Volksbank zum Beispiel eine Kundenhalle, Konferenz- und Schulungsräume sowie eine Caféteria vorstellen. In den Obergeschossen sollen auf den rund 650 Quadratmetern pro Etage unterschiedliche Bürokonzepte realisiert werden. Das 17. Obergeschoss eigne sich wegen der besonderen Geschosshöhe als Konferenzebene.

Um all das umsetzen zu können, muss der Bebauungsplan geändert werden. Bisher sind in diesem Bereich nur maximal vier Geschosse zulässig. Die Verwaltung hat nun eine entsprechende Beschlussvorlage erstellt. Damit befassen sich demnächst der Stadtbezirksrat Viewegsgarten-Bebelhof und der Planungs- und Umweltausschuss. Die endgültige Entscheidung trifft der Verwaltungsausschuss Mitte April.

In einer Pressemitteilung lobt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer das Vorhaben: „Das geplante Bürohochhaus ist ein Vollgeschoss niedriger als das neu entstandene Brawo-Hochhaus. Aufgrund der Höhenentwicklung und der von der Straße zurückgesetzten Lage des geplanten Büroturms bleibt die städtebauliche Dominanz des vorhandenen Brawo-Hochhauses erhalten.“ Das geplante Hochhaus füge sich gut in das vorhandene Gebäudeensemble ein und passe auch zu den lang- und mittelfristig angedachten baulichen Veränderungen im Umfeld des Hauptbahnhofes.

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