„Sehpferdchen“ zeigt Filme aus Polen, China, Kolumbien...

Braunschweig  Anfang März startet das Kinderfilmfest in Braunschweig. Anmeldungen sind schon jetzt möglich. Die Karten kosten 3,50 Euro pro Person.

Preisgekrönte Filme für Kinder stehen wieder im Mittelpunkt des Kinderfilmfestes Sehpferdchen, das vom 3. bis 11. März stattfindet. Das Kulturinstitut der Stadt richtet dieses Festival zum sechsten Mal mit dem Medienpädagogischen Zentrum Hannover, dem C1 Cinema und dem Universum Filmtheater aus.

Wie das Kulturinstitut mitteilt, wurden Produktionen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien, Polen, der Türkei, China, den Philippinen, Mexiko und Kolumbien ausgewählt. Es handele sich vielfach um Jury- und Publikumspreisträger nationaler und internationaler Filmfestivals, die hier als Erstaufführung zu sehen seien. Das „Sehpferdchen“ biete einen Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten von Kindern, aber auch in verschiedene Erzählweisen und filmische Mittel, sagt Stefan Malorny, Leiter des Fachbereichs Kultur.

Einige Beispiele: Der fiktive Abenteuerfilm „Schatzsuche“ erzählt in dokumentarischer Bildsprache von Freundschaft, vom Leben in der Natur Mexikos und von der Suche nach einem Piratenschatz. Um eine außergewöhnliche Vater-Sohn-Geschichte geht es in „Auf Augenhöhe“. Die „Ballade von Tibet“ beruht auf einer wahren Geschichte und erzählt den langen und abenteuerlichen Weg von vier Kindern zu einer Casting-Show nach China. In der skurrilen schwedischen Komödie „Ab in den Himmel“ wird die achtjährige Pottan irrtümlich von ihren gestressten Eltern über den Sommer nicht im geplanten Pony Camp, sondern bei einem Recyclinghof abgesetzt. Und von einem stolzen Straßenkind aus der philippinischen Großstadt Manila erzählt „Blanka“ – eine Geschichte über Mut und Optimismus.

Einige Filme laufen in Originalsprache. Damit alle Zuschauer die Dialoge verstehen können, werden diese im Kinosaal live über ein Mikrofon eingesprochen. Um Kinder zu einem bewussten Umgang mit Filmen zu befähigen, werden sämtliche Filmvorführungen zudem moderiert. Im Anschluss gibt es im Kinosaal die Möglichkeit, an einem Filmgespräch teilzunehmen.

Eine weitere Besonderheit des Filmfestes sind laut der Stadt die Workshops im Blauen Saal, die Kinder ab zehn Jahren an das Filmhandwerk heranführen. In der 90-minütigen „FilmSchule“ vermitteln Filmemacher, wie eine Talkshow abläuft, wie Trickfilme entstehen und wie man schneidet und vertont. Bei dem Workshop des Organisationsteams vom Braunschweiger Selbstfilmfest „durchgedreht 24“ drehen die Teilnehmer nach einer Technikeinführung in kleinen Gruppen einen Kurzfilm, in dem drei vorgegebene Begriffe vorkommen müssen.

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