Die Innenstadt verändert ihr Gesicht

Braunschweig  Überall wird gebaut: Die Burgpassage wird 2018 zur Burggasse, der City-Point ein modernes Geschäftshaus.

In der Innenstadt folgte 2017 ein Paukenschlag dem anderen. Die City verändert sich wie lange nicht mehr. Große Investitionen stehen in den nächsten zwei Jahren an, die Braunschweigs Zentrum und auch den Einzelhandel so markant verändern werden wie zuletzt die Eröffnung der Schloss-Arkaden im Frühjahr 2007.

Händler machen ihre Läden konkurrenzfähig

Die Burgpassage öffnet sich und wird zur Burggasse, einer neuen Einkaufsstraße. Der City-Point wird vom Einkaufszentrum zum modernen Geschäftshaus umgebaut und soll Ende 2018 auch mit neuem Namen neu durchstarten. Der Welfenhof soll, wie man hört, ebenfalls im nächsten Jahr einen neuen Zuschnitt erhalten, ins leerstehende Langerfeldt-Haus könnte bereits im Frühjahr 2018 ein neuer Großmieter einziehen – wie auch in der Dompassage, wo die frühere Diskothek „Tango“ zu einem Veranstaltungsort umgebaut wird.

Media-Markt investiert

rund 5 Millionen Euro

Unübersehbar: Der Braunschweiger Einzelhandel ist im Wandel. Die Händler machen ihre Läden konkurrenzfähig für den boomenden Online-Handel, wollen den Menschen attraktive Einkaufserlebnisse schaffen, die das Internet so nicht zu bieten hat.

Bestes Beispiel: der Media-Markt. Der Elektro-Riese am Rand der nordwestlichen Innenstadt hat 2017 – zusammen mit dem Hauseigentümer – rund fünf Millionen Euro in die Hand genommen. Herausgekommen ist ein Erlebnis-Kaufhaus der modernen Art, in dem Kunden sogar Fotodrohnen steigen lassen können – auf dem „Drohnen-Flugplatz“ im Obergeschoss.

Und die Schloss-Arkaden? Hier drehte sich nach zehn Jahren, angesichts auslaufender Mietverträge, Ende März das Mieterkarussell, das Besuchern schwindelig wurde. 19 Mieter gingen, unter ihnen: Jens Koch, Gina Laura, Bonita, Florentine by Stichnoth, Coffee House und Bäckerei Sprung. Doch nicht alle Ladenflächen füllten sich sofort wieder. Umbau und Neueröffnungen zogen sich teils Wochen und Monate hin. Erst im Herbst ist das Center wieder komplett.

Zurück zur Burgpassage. Hier enden Mitte 2018 die Mietverträge. Die in weiten Teilen jetzt schon verwaiste Passage wird ab Juli zu einer „normalen“ Einkaufsstraße umgebaut, mit Einzelhandel im EG, Büros im OG und Wohnungen darüber. Das Dach wird entfernt – und auch der alte Name verschwindet: Die 1983 eröffnete Passage wird künftig „Burggasse“ heißen und eine wichtige fußläufige Verbindung zwischen den 1a-Lagen Hutfiltern und Sack werden.

Einen neuen Namen wird auch der City-Point erhalten. Im Januar soll er verkündet werden. Eine Jury – bestehend aus Vertretern von DC Values, des AAI und der Wirtschaftsförderung – wird entscheiden.

Neuer Name für

den City-Point gesucht

Die Braunschweiger waren aufgerufen, im Rahmen eines Wettbewerbs Namensvorschläge zu machen. Nun sind viele gespannt, wie „ihr“ City-Point künftig heißen wird. Fest steht: Neben dem Textil-Giganten Primark wird der französische Sportartikelhersteller Decathlon mächtig Frequenzen in dem Geschäftshaus und auch im ganzen Quartier bringen.

Nordwestliche Innenstadt

wird zur 1a-Lage

Profitieren wird davon die lange stiefmütterlich geprägte nordwestliche Innenstadt. Erst das Fourside-Hotel im Welfenhof, das neue Mannschaftshotel von Eintracht Braunschweig, dann Primark, das neue Medienhaus der Braunschweiger Zeitung, zuletzt Media-Markt: das Quartier boomt.

Hier werden inzwischen – auch dank der nahen Packhof-Tiefgarage – die allermeisten Kundenzahlen in den Straßen gezählt. Bis zu 4500 Passanten pro Stunde sind es am Sack. Damit liegt er gleichauf mit Hutfiltern und Damm.

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