Geschenke zeigen: Wir denken an euch!

Braunschweig  Zukunft-Bilden-Azubis haben einen Wunschbaum für die Kinder- und Jugendhilfe St. Nikolaus organisiert.

Bei Zukunft Bilden, dem Azubi-Projekt unserer Zeitung, lernen die Teilnehmer nicht nur etwas über das Medienmachen selbst. Sie werden auch angespornt, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Unter dem Motto „Seid ein Geschenk für die Region“ organisieren die Auszubildenden in diesem Jahr eigene soziale Projekte.

Aylin Geve und Justin Timmig, Azubis des BZV-Medienhauses, haben jetzt den ersten BZV-Wunschbaum ins Leben gerufen – zugunsten der katholischen Kinder- und Jugendhilfe St. Nikolaus. „Wir wollen etwas für diejenigen tun, denen es nicht so gut geht wie uns“, sagt Aylin Geve. „Wenn viele Menschen mit anpacken, kann man viel bewegen.“

Am Wunschbaum hingen viele bunte Wünsche, zum Beispiel diese: „Ich wünsche mir eine normale Lichterkette“, schrieb eine 17-Jährige. Ein Junge wollte einen Fußball, ein anderer das neue Album von Mark Forster. Ein Mädchen (10) wünschte sich ein Eiffelturm-Puzzle, ein anderes Kind träumte von einer Uhr. All diese Wünsche und viele mehr wurden erfüllt. Mitarbeiter des BZV-Medienhauses haben die Geschenke organisiert und eingepackt. Die beiden Auszubildenden haben sie nun der Kinder- und Jugendhilfe St. Nikolaus in der Weststadt übergeben. Leiterin Dorothee Senger machte deutlich, dass eine solche Aktion ein wichtiges Symbol sei: „Natürlich freuen sich die Kinder über die Geschenke – aber es geht dabei noch um viel mehr“, sagte sie. „Diese Geschenke sind ein Zeichen, dass andere Menschen an die Kinder und Jugendlichen denken. Menschen, die mit ihrer Not gar nichts zu tun haben. Auf diese Weise werden Brücken gebaut.“

Die Kinder- und Jugendhilfe hat mehrere Standorte in Braunschweig sowie in Königslutter und bietet Dorothee Senger zufolge insgesamt rund 100 stationäre Plätze an. Sie sollen Kindern und Jugendlichen aus schwierigen familiären Situationen einen befristeten Aufenthalt ermöglichen – so kurz wie möglich und so lange wie nötig. Zusammen mit den Eltern werde daran gearbeitet, tragfähige Strukturen zu schaffen und ein stabiles Netzwerk aufzubauen. Eltern sollen in ihrer Rolle als „Experten“ ihrer Kinder gestärkt werden.

„Für die Kinder und Jugendlichen ist Verlässlichkeit enorm wichtig – denn genau das fehlt ihnen zu Hause oft“, sagt Senger. „Wir achten daher auch darauf, dass wir solche Aktionen nur mit verlässlichen Partnern durchführen, so dass am Ende niemand enttäuscht wird.“

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