Zwischenfall mit radioaktivem Jod in Thune

Braunschweig  Umweltministerium: 40 Milliliter der Flüssigkeit wurden verschüttet. Es besteht keine Gefahr für Bevölkerung und Umwelt.

GE Healthcare Buchler ist im Industriegebiet Thune ansässig.

Foto: Dieter Heitefuß

GE Healthcare Buchler ist im Industriegebiet Thune ansässig. Foto: Dieter Heitefuß

Bei der Firma GE Healthcare Buchler GmbH & Co. KG in Thune hat es am Mittwoch vergangene Woche einen Zwischenfall bei der Produktion von Kapseln mit radioaktivem Jod-131 für die medizinische Schilddrüsentherapie und -diagnostik gegeben. Das teilte das niedersächsische Umweltministerium gestern mit.

Demnach wurden etwa 40 Milliliter radioaktiv belastete Flüssigkeit verschüttet. Die Produktion sei sofort eingestellt und der betroffene Bereich unter Einhaltung aller erforderlichen Strahlenschutzmaßnahmen dekontaminiert worden. Die Firma habe das Ministerium fristgerecht informiert.

„Über die Raumabluft kam es zu einer Freisetzung von Jod-131 an die Umgebung“, so Pressesprecherin Sabine Schlemmer-Kaune. „Dabei wurde die mit der Genehmigung festgelegte Tagesabgabe um cirka 40 Prozent überschritten.“ Ausbreitungsberechnungen hätten jedoch keine nachweisbaren Messwerte für die Umgebung ergeben. „Eine Gefährdung der Bevölkerung und der Umwelt besteht nicht“, so Schlemmer-Kaune.

Eine Überschreitung der Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung könne nach derzeitigem Erkenntnisstand ausgeschlossen werden. „Durch den Vorfall kam es bei drei Mitarbeitern zu erhöhten Personendosen. Die Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung für strahlenexponierte Personen wurden jedoch nicht überschritten.“

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