„Aus der Massentierhaltung aussteigen, Ökolandbau stärken“

Braunschweig  Wir stellen die Kandidaten zur Landtagswahl vor. Heute: Beate Gries, Grünen-Kandidatin im Wahlkreis 3, Braunschweig-West.

Der Wahlkreis 3, Braunschweig-West, zur Landtagswahl am 15. Oktober umfasst Lehndorf-Watenbüttel, Nordstadt, Schunteraue, Veltenhof-Rühme, Wenden-Thune-Harxbüttel, Westliches Ringgebiet. Wir haben allen Kandidaten gleichlautende Fragebögen vorgelegt.

Bitte vervollständigen Sie die folgenden Sätze:

Wenn ich für einen Tag politisch freie Hand hätte, würde ich für Niedersachsen entscheiden …

aus der Massentierhaltung auszusteigen und mit den frei werdenden Subventionen den Ökolandbau so aufstellen, dass Böden, Trinkwasser und Bienen sich erholen können, dass alle Zugang zu gesundem Essen und die landwirtschaftlich genutzten Tiere ein tiergerechtes Leben haben.

Im Jahr 2030 zeichnet sich mein Wahlkreis aus durch …

ein ausreichendes Wohnungsangebot, eine bezahlbare nachhaltige Lebensweise in moderner Infrastruktur mit viel Grün, Artenvielfalt und angenehmem Stadtklima.

Im Jahr 2030 hat mein Wahlkreis die größten Probleme …

mit der Überalterung der Bevölkerung.

Die Bürger könnte man besser in politische Entscheidungen einbinden, indem man …

Bürgerinnen und Bürger nicht nur mitdenken, sondern auch aktiv mitentscheiden lässt.

Mein größter politischer Erfolg ist …

die Kastrationsverordnung für Katzen in Braunschweig auf den Weg gebracht zu haben, so dass nach 30 Jahren der ehrenamtlichen Kastration durch Tierschutzvereine die Halter von Katzen mit Freigang in die Verantwortung genommen und die Tierschutzorganisationen entlastet werden.

Meine Fehlentscheidung, die mich am meisten ärgert …

gibt es nicht, weil es keine Fehler gibt, sondern nur Erfahrungen, die neue Ideen hervorbringen und die in der Regel wesentlich wertvoller sind als die ursprünglichen.

Mein politisches Vorbild …

habe ich nicht, weil ich nur ich sein kann und meinen eigenen Weg finden kann.

Meine drei wichtigsten politischen Themen sind …

einen Ausverkauf des Naturschutzes in Deutschland und des europäischen Artenschutzes zugunsten der Wind-Industrie abwenden; den Verfassungsrang des Tierschutzes in Artikel 6b mehr als 20 Jahre nach Aufnahme in die Niedersächsische Landesverfassung endlich in Realpolitik umsetzen; mit dem Dreiklang aus Ökonomie, Ökologie und sozialer Sicherung die Zukunft von Volkswagen und aller Betriebe, die davon leben, auf festen Boden stellen.

In einem Satz

Soll das VW-Gesetz, das dem Land Anteile und Einfluss am Volkswagen-Konzern sichert, erhalten bleiben?

Ja, weil das Land Niedersachsen mit seiner Beteiligung von 20 Prozent ein Vetorecht z.B. bei Standortentscheidungen hat, um Arbeitsplätze in der Region zu sichern und vor einem Ausverkauf durch Spekulanten zu schützen.

Wie können Migranten besser integriert werden?

Wenn wir bereit sind, unseren Wohlstand zu teilen und ihnen mit vereinfachter Anerkennung von Berufs- und Studienabschlüssen einen schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, werden sie auch schneller in unserer Mitte ankommen und mit uns den Wohlstand vermehren.

Darf der Staat Schulden machen?

Mit einer soliden Finanzierung wichtiger Zukunftsinvestitionen z.B. in Bildung, Infrastruktur und nachhaltiges Wirtschaften kann über effektive Haushaltspolitik langfristig auf die Aufnahme neuer Schulden verzichtet werden.

Wie kann unser Bildungssystem besser werden?

Anstatt ausschließlich „Wissen“ als Zahlen, Daten, Fakten zu vermitteln, ist es notwendig, Menschen echte Bildung zu ermöglichen, die erkennt, was „gut“ und was „weniger gut“ ist, damit Menschen sich zu dem entwickeln können, was sie von Geburt an sind: selbstdenkende und zu Empathie fähige Lebewesen einer großen Gemeinschaft.

Warum sollen die Bürger ausgerechnet Sie wählen?

Ich stehe für eine Politik, die sich am Wohl aller Bürgerinnen und Bürger, dem Recht der Tiere auf ein Leben ohne Leiden und dem Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und nicht an einer bestimmten Klientel orientiert.

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