Auf in den Schulwald – mit Gummistiefeln, Lupe und Tablet

Braunschweig  Die Stiftung Zukunft Wald präsentiert ein digitales Waldtagebuch. Schüler der Gymnasien Raabeschule und Kleine Burg können damit arbeiten.

Gymnasium Raabeschule und Gymnasium Kleine Burg gehören zu den ersten Schulen, die die Schulwald-Tagebuch-App nutzen. Hinten von links Franz Hüsing, Jessica Daus, Günter Vollet und Sebastian Toepfer sowie vorn von links Erik, Arjan und Berit aus der Klasse 5G4 der Raabeschule.

Foto: Karsten Mentasti

Gymnasium Raabeschule und Gymnasium Kleine Burg gehören zu den ersten Schulen, die die Schulwald-Tagebuch-App nutzen. Hinten von links Franz Hüsing, Jessica Daus, Günter Vollet und Sebastian Toepfer sowie vorn von links Erik, Arjan und Berit aus der Klasse 5G4 der Raabeschule. Foto: Karsten Mentasti

Die Partnerschulen des Projektes „Schulwälder gegen Klimawandel“ der Stiftung Zukunft Wald können ihre Forschungs- und Pflegetätigkeiten künftig digital dokumentieren. Eine Software dazu hat das Braunschweiger Softwareunternehmen Docby.net entwickelt.

Stiftungsdirektor Franz Hüsing und Günter Vollet, Prokurist der Firma, stellten das digitale Waldtagebuch jetzt Schülern des Gymnasiums Raabeschule in deren Schul-Auwald in Melverode vor. Die Kosten für Entwicklung und Betreuung des Programms in Höhe von 45 000 Euro spendete das Unternehmen der Stiftung.

Hüsing hat mit der Bingo-Umweltstiftung noch einen zweiten Partner gewonnen, der die Etablierung des Waldtagebuchs mit 30 000 Euro unterstützt. Bisher haben 15 Schulen von der Stiftung je zwei Tablets erhalten, um vor Ort im Wald Fotos und Daten in das Programm hochzuladen.

Zu den Profiteuren gehören die Gymnasien Raabeschule mit dem Schulwald-Beauftragtem Sebastian Toepfer und Kleine Burg, deren Schulwald bei Bevenrode liegt. „Mit Hilfe des Tablets haben wir gerade die exakten Koordinaten unseres Waldstücks ermittelt“, erläuterte Lehrerin Jessica Daus. Ihre Schüler werden zu den Waldtagen künftig nicht nur mit Gummistiefeln und Lupe bewaffnet sein, sondern auch mit Tablet-Computern. Auch die Fünftklässler der Raabeschule werden bis zum Abitur wohl an diversen Waldtagen das Baumwachstum mit Fotos und Facharbeiten begleiten und dokumentieren.

Das in einer Cloud versteckte, geschlossene Programm können nur Schulen nutzen, die an einem Schulwaldprojekt der Stiftung teilnehmen. Sie können Ergebnisse miteinander austauschen. Die Dokumentation der Schulwälder sei laut Hüsing „damit über Generationen von Schülern gesichert“.

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