Ideen zum Bürgerhaushalt: DNA-Datei gegen Hundekot-Ärger

Braunschweig  Braunschweig sammelt Ideen seiner Einwohner zum ersten Bürgerhaushalt. Wir stellen regelmäßig Vorschläge zur Diskussion.

Geschäfte machen verboten: Ein Braunschweiger schlägt eine DNA-Datei vor, um dem Ärger mit dem Hundekot beizukommen.

Geschäfte machen verboten: Ein Braunschweiger schlägt eine DNA-Datei vor, um dem Ärger mit dem Hundekot beizukommen.

Foto: Roland Weihrauch/dpa

Noch fünf Tage haben die Braunschweiger Zeit, ihre Vorschläge zum ersten Bürgerhaushalt der Stadt abzugeben. 790 Ideen haben die Einwohner bis gestern zusammengetragen. Wir stellen regelmäßig Vorschläge zur Diskussion, die auf der Internetplattform www.bs-mitgestalten.de veröffentlicht werden. Heute: Hunde-DNA einführen – Hundekot auf Straße reduzieren.

Nutzer „Kalle“ trifft mit seiner Anregung ein verbreitetes Endlos-Ärgernis: die Haufen-Häufung am Wegesrand – oder gleich mitten auf dem Pflaster.

Eine Gendatei für bellende Vierbeiner soll helfen, Halter haftbar zu machen für die unsachgemäße Endlagerung der Hinterlassenschaften ihrer treuesten Freunde. Nutzer „Kalle“ stellt es sich so vor: „Beim Auffinden eines Haufens auf dem Bürgersteig wird eine Probe genommen. Nach Bestimmung der DNA wird dem Hundebesitzer ein Bußgeldbescheid zugeschickt.“ Das führe zu einer sauberen Stadt. „Da die Kosten des Tests vom Halter getragen werden und zusätzlich eine Strafgebühr verhängt wird, ist diese Maßnahme eine Einnahmequelle für die Stadt“, meint der Ideengeber.

Die italienische Stadt Neapel hat Anfang des Jahres ernst gemacht, um der Not mit dem Kot beizukommen. Sie startete ein Pilotprojekt und verpflichtete alle Herrchen und Frauchen, ihre Vierbeiner zur Blutprobenabgabe zu bringen. Wer sich weigert, zahlt Strafe. Und wer seinen Hund ein großes Geschäft verrichten lässt, ohne die Folgen zu beseitigen, zahlt noch mehr Strafe.

Diskutiert wird das Thema auch immer wieder in deutschen Amtsstuben, etwa in Wathlingen bei Celle. Dort stoppte der Bürgermeister den Vorstoß der Lokalpolitik: „Weder für die Verpflichtung, eine DNA-Probe abzugeben, noch für die Übernahme der Kosten gibt es eine Rechtsgrundlage.“

BÜRGERHAUSHALT

Bis zum 7. Juni können Einwohner ihre Ideen zum Bürgerhaushalt einreichen. Alle Infos im Internet unter: www.bs-mitgestalten.de

Bis zum 7. Juli können alle registrierten Teilnehmer die Vorschläge benoten. Die 75 am besten bewerteten Ideen bereitet die Verwaltung für die Haushaltsberatungen des Rates am Jahresende auf.

Reden Sie mit: Was halten sie von der Hundekot-Polizei?

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