Jazz-Piano-Preis der Musikschule für David Huros

Braunschweig  David Huros (17) heißt der Gewinner des Jazz-Piano-Preises der Städtischen Musikschule. Freitagabend wurde er ausgezeichnet.

Der Preisträger und die Stipendiatinnen (von links): Lena Neumann, David Huros und Shari-Sophie Birkhahn. Es fehlt Lukas Michels.

Der Preisträger und die Stipendiatinnen (von links): Lena Neumann, David Huros und Shari-Sophie Birkhahn. Es fehlt Lukas Michels.

Foto: Rudolf Flentje

Da liegt stets Spannung in der Luft. Wer wird in diesem Jahr den Jazz-Piano-Preis bekommen? Wer wird die Jury überzeugt haben? Wer darf jubeln?

Gestern Abend wurde das Geheimnis in der Dornse des Altstadtrathauses gelüftet. Der Preisträger heißt David Huros, ist 17 Jahre alt, Gymnasiast. Sein Lehrer Mathias Claus ist überzeugt: „Er setzt mit Sicherheit neue Maßstäbe für die junge Pianistengeneration.“

David kommt aus musikalischem Haus: ist Sohn des Ersten Cellisten am Staatstheater, Karl Huros, und der TU-Klavierdozentin Catalina Huros. Er wohnt in Osterwiek in Sachsen-Anhalt, besucht aber wöchentlich zweimal die Städtische Musikschule in Braunschweig.

David Huros begann bereits mit 10 Jahren an der Musikhochschule Hannover in der Frühtalentförderung. Mit 14 Jahren wechselte er an die Städtische Musikschule Braunschweig. Seine Dozenten, Mathias Claus (Jazzpiano) und Prof. Wolfgang Zill (Klassik), loben vor allem seinen eigenständigen Stil, der sich durch eine Verbindung von Improvisation und klassischer Virtuosentechnik auszeichne. „Ein Riesentalent“, schwärmt Claus, im Rahmen der bisherigen Jazzpianopreise sei er ein absoluter pianistischer Höhepunkt mit Hochschulformat. Huros spielte gestern Kompositionen von Duke Ellington sowie ein eigenes hochvirtuoses Klavierwerk mit dem prägenden Titel „Addicted to Speed“.

Auch die neuen Stipendiaten der Gertrud-Fricke-Stiftung stellen aus Sicht des Dozenten einen Höhepunkt in der Entwicklungsgeschichte dieser Braunschweigischen Talentförderung dar. „Im gesanglichen Bereich ist mit Vokalistinnen am Piano ein sehr hoher Level erreicht, der kaum noch zu toppen ist.“ Ausgewiesen schwierige Gesangswerke von Soulgrößen wie Alicia Keys und Leona Lewis stehen auf dem Programm der beiden sich selbst am Piano begleitenden 17-jährigen Sängerinnen im Schwerpunkt „Piano vokal“: Shari-Sophie Birkhahn und Soulspezialistin Lena Neumann.

Lukas Michels ist der diesjährige Stipendiat im Schwerpunkt Jazzpiano, der traditionell männlich besetzt ist. Der junge Pianist, 14 Jahre alt, spielte seine Lieblingsmusik, den Swing alter Prägung nach Vorbild der Frank-Sinatra-Epoche.

Mathias Claus: „ Es ist immer wieder schön zu sehen, dass es junge Musiker gibt, die sich ganz unberührt von den Popmoden ganz auf den traditionellen Jazz konzentrieren.“ acr

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