„Lückenlose Überwachung am Zaun“

Braunschweig  Antworten zum Leserforum „Atommüll in Thune?!“ – Heute Antworten des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Braunschweig, die uns schriftlich erreichten

Dr. Birgit Corell vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig beim Leserforum unserer Zeitung.

Dr. Birgit Corell vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig beim Leserforum unserer Zeitung.

Foto: Rudolf Flentje

Wieso hat Eckert & Ziegler diese hohe Umgangsgenehmigung in einem Wohngebiet? Müssten dort nicht strengere Auflagen gelten? Wieso hat man den Grenzwert am Zaun so verändert, dass man sich nur drei Monate im Jahr aufhalten kann?

Nach dem derzeit gültigen Bebauungsplan der Stadt Braunschweig ist das Gelände, auf dem sich die Firma Eckert & Ziegler Nuclitec (EZN) befindet, als Industriegebiet ausgewiesen. Das Unternehmen befindet sich nicht in einem Wohngebiet. Die Firma EZN hat die in der Genehmigung genannten Umgangsaktivitäten beantragt. Ist im Antrag plausibel dargelegt, dass die gesetzlichen Anforderungen aus der Strahlenschutzverordnung eingehalten werden, hat die Genehmigungsbehörde die Genehmigung zu erteilen. (Gebundene Verwaltung: Die Behörde ist fest an das gebunden, was der Gesetzgeber vorgibt). Auf dieser Grundlage wurde auch die Genehmigung für die Firma EZN erteilt.

Der Grenzwert der Strahlenbelastung beträgt im Kalenderjahr für den Schutz von Einzelpersonen der Bevölkerung 1 Millisievert (mSv). Bei EZN ist an der Grenze des umzäunten Betriebsgeländes eine lückenlose Überwachung gegeben, so dass der Aufenthalt von Personen sofort festgestellt werden kann.

Insofern ist es hier gerechtfertigt, von einer maximalen Aufenthaltsdauer von 2000 Stunden pro Kalenderjahr oder anders ausgedrückt 5,5 Stunden am Tag auszugehen. Im benachbarten Wohngebiet wird von Daueraufenthalt ausgegangen.

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